Früher in Rente gehen – 8 Möglichkeiten und wie es geht

Januar 11, 2016 5 Comments »

Rentner mit Taschenrechner

Schluss mit schuften, und vorzeitig den Ruhestand genießen? Wer früher aus dem Arbeitsleben ausscheidet, muss meist Abschläge bei den Rentenzahlungen hinnehmen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist jedoch die abschlagsfreie Rente mit 63 oder 65 möglich. Welche Ausnahmen von der Regelaltersgrenze es gibt, und wie viel ein vorzeitiger Renteneintritt kostet.

Die reguläre Altersrente

Vor der Rentenreform aus dem Jahr 2007 konnten Arbeitnehmer abschlagsfrei mit 65 in Rente gehen. Seitdem müssen Bundesbürger bis 67 arbeiten. Die Anpassung erfolgt schrittweise im Zeitraum zwischen 2012 und 2029. Die Anhebung des Renteneintrittalters erfolgt um einen Monat für jedes zusätzliche Jahr, ab 2024 sind es zwei Monate für jedes spätere Jahr des Renteneintritts. Ein Rentenbeginn zu einem früheren Zeitpunkt ist bei der Regelaltersrente normalerweise nicht möglich.

Tabelle mit Beispiel

Ein Arbeitnehmer mit dem Geburtsjahr 1947 kann ab einem Alter von 65 Jahren + einem Monat das Rentnerdasein genießen, während ein im Jahr 1959 Geborener warten muss, bis er 66 Jahre und zwei Monate alt ist. Alle nach 1964 geborenen Personen müssen mit dem Rentenantrag warten, bis sie ihren 67. Geburtstag erreicht haben.

Geburtsjahrgang
Alter in Jahren + Monaten
Jahr Renteneintritt
1946
65 Jahre
2011
1947
65 + 1 Monat
2012
1948
65 + 2
2013
1949
65 + 3
2014
1950
65 + 4
2015
1951
65 + 5
2016
1952
65 + 6
2017
1953
65 + 7
2018
1954
65 + 8
2019
1955
65 + 9
2020
1956
65 + 10
2021
1957
65 + 11
2022
1958
66 Jahre
2023
1959
66 + 2 Monate
2024
1960
66 + 4
2025
1961
66 + 6
2026
1962
66 + 8
2027
1963
66 + 10
2028
1964
67 Jahre
2029

Früher in Rente gehen – diese Ausnahmen und Sonderregelungen gibt es

Die gesetzliche Rentenversicherung sieht mehrere Sonderregelungen vor, nach denen die Versicherten schon vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente gehen können. Bei einigen Regelungen müssen die Rentner aber lebenslange Abschläge auf die Rentenzahlung hinnehmen. Bei Erreichen des regulären Rentenalters ist ein Wechsel in eine andere Altersrente, welche keinen Abzügen unterliegt, nicht möglich.

Rente mit 63 ohne Abzüge – wann gilt was?

Ohne Abzüge wird die Altersrente für langjährig Versicherte ausgezahlt. Zur Beantragung der Rente muss der zukünftige Rentner mindestens 45 Jahre anerkannte Pflichtbeiträge in die Rentenkasse eingezahlt haben. Berufstätige, die vor 1953 geboren wurden, können ohne Abschläge mit 63 Jahren in den Ruhestand gehen, siehe Tabelle.

Geburtsjahrgang
Alter in Jahren + Monaten
Jahr Renteneintritt
1951 + 1952
63 Jahre
2014 + 2015
1953
63 + 2 Monate
2016
1954
63 + 4
2017
1955
63 + 6
2018
1956
63 + 8
2019
1957
63 + 10
2020
1958
64 Jahre
2021
1959
64 + 2 Monate
2022
1960
64 + 4
2024
1961
64 + 6
2026
1962
64 + 8
2027
1963
64 + 10
2028
ab 1964
65 Jahre
2029

Was gilt für Versicherte mit Geburtsjahr nach 1953?

Jüngere Versicherte müssen länger arbeiten, da auch bei der Altersrente für besonders langjährig Versicherte der Rentenbeginn stufenweise angehoben wird. Alle ab dem Jahr 1964 Geborenen müssen bis zu ihrem 65. Geburtstag warten, bevor sie nach einer Beitragszeit von 45 Jahren abschlagsfrei die vorzeitige Rente beantragen können.

Was gehört zu den anerkannten Pflichtbeiträgen?

Zu den Zeiten, die von der Rentenkasse als Pflichtbeiträge angesehen werden, zählen neben den Beiträgen aus dem Arbeitseinkommen auch Wehrdienst, Zivildienst sowie Arbeitslosengeld 1.

Welche Zeiträume zählen nicht dazu?

Nicht dazu zählen Arbeitslosenhilfe und Arbeitslosengeld II (Hartz 4), Zeiten mit Bezug von Krankengeld, Kindererziehungszeiten sowie der Zeitraum in dem ein Pflegebedürftiger versorgt wurde.

Rente mit 63 nach 35 Beitragsjahren

Wer mindesten 35 Jahre Beiträge eingezahlt hat, kann ab einem Alter von 63 Jahren vorzeitig einen Antrag auf Altersrente stellen. Es müssen jedoch Abschläge in Kauf genommen werden, welche für den Rest des Lebens gelten.

Erleichterung für Frauen

Frauen mit Geburtsjahr vor 1952 können mit einer verminderten Rente schon mit 60 Jahren in den Vorruhestand gehen. Alternativ erhalten sie mit 65 eine abschlagsfreie Rente. Dazu müssen die weiblichen Versicherten insgesamt fünfzehn Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben. Weitere Voraussetzung: zwischen dem 40. und dem 60. Lebensjahr müssen mindestens zehn Beitragsjahre nachgewiesen werden.

Schwerbehinderte

Wer mit Schwerbehinderung von 50 % oder mehr mindestens 35 Jahre sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat und zwischen 1952 und 1963 geboren wurde, kann vorzeitig einen Rentenantrag stellen. Die Altersgrenze richtet sich nach dem Geburtsjahr, und steigt stufenweise zwischen dem 60. und dem 62. Geburtstag an. Ab dem Geburtsjahr 1964 beträgt der reguläre Rentenbeginn für Schwerbehinderte 62 Jahre.

Sonderregelung für Arbeitslose

Mit 63 Jahren können Arbeitslose in Rente gehen, die nach dem Alter von 58 Jahren und sechs Monaten für mindestens 52 Wochen keine Arbeit gefunden haben und in dieser Zeit beim Arbeitsamt gemeldet waren. Letztere müssen 15 Pflichtjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung erreicht haben, davon acht Jahre in den vergangenen zehn Jahren.

Erwerbsminderungsrente

Arbeitnehmer jeden Alters können eine Rente wegen Erwerbsminderung beantragen, sofern sie zu krank für eine weitere Berufstätigkeit sind. Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen einer vollen und einer teilweisen Erwerbsminderung. Ein vom Rentenversicherungsträger ausgesuchter Arzt oder ein externer Gutachter müssen bestätigen, dass ein Arbeitnehmer entweder gar nicht mehr oder nicht mehr als drei bis sechs Stunden am Tag arbeiten kann. Volle Erwerbsminderung liegt vor, wenn nur eine Arbeitsleistung von weniger als drei Stunden täglich möglich ist. Kann der Versicherte trotz seiner Krankheit oder Behinderung noch einen Teilzeitjob mit drei bis sechs Arbeitsstunden pro Tag ausüben, hat er Anspruch auf eine teilweise Erwerbsminderungsrente. Da die Erwerbsminderungsrente vom Gesundheitszustand des Antragstellers abhängt, kann sie von Berufstätigen jeden Alters beantragt werden, sofern sie das reguläre Rentenalter noch nicht erreicht haben. Allerdings muss der Antragsteller seit mindestens fünf Jahren Mitglied der gesetzlichen Rentenversicherung sein und muss während dieser Zeit für mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge entrichtet haben.

Angestellte in Altersteilzeit

Für Angestellte in Altersteilzeit besteht ein Vertrauensschutz, sofern der Geburtstag des Rentners vor dem 1. Januar 1955 liegt. Außerdem muss der Vertrag mit dem Arbeitgeber über die Altersteilzeit bis zum 31. Dezember 2006 abgeschlossen worden sein. Dann liegt das Regelalter für den Rentenbeginn bei 65 Jahren. In diesem Alter können auch entlassene Arbeitnehmer aus dem Bergbau in Rente gehen, falls sie vor dem 1. Januar 1964 geboren wurden. Der Vertrauensschutz gilt außerdem für Altersteilzeitarbeiter mit Geburtsjahr vor 1952. Hierzu muss die Altersteilzeit seit mindestens zwei Jahren bestehen. Zudem muss der Rentner 15 insgesamt Pflichtjahre mit acht Beitragsjahren in den letzten zehn Jahren in der Rentenversicherung nachweisen. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, liegt der mögliche Rentenbeginn schon bei 63 Jahren.

Altersteilzeitmodell ab 55 möglich

Häufig vereinbaren Arbeitnehmer einen Altersteilzeitarbeitsvertrag mit ihrem Arbeitgeber. Schon ab Vollendung des 55. Lebensjahres kann ein Angestellter mit seinem Arbeitgeber über Altersteilzeit sprechen. Es ist eine freiwillige Leistung eines Unternehmens, wenn es seinen Mitarbeitern einen früheren Rentenbeginn ermöglicht. Im Rahmen der Altersteilzeit kann ein Arbeitnehmer seine Arbeitszeit auf die Hälfte reduzieren. Häufig erfolgt die Wahl des Blockmodells, wonach der Angestellte zunächst mit seiner normalen Arbeitszeit weiterarbeitet, aber nur die Hälfte seines Lohns plus eine Aufstockung durch den Arbeitgeber erhält. Nach Ablauf der ersten Phase zwischen dem 55. oder einem späteren Geburtstag folgt die zweite Phase ohne aktive Berufstätigkeit. In der zweiten Phase wird das Gehalt zuzüglich Aufstockung weiter gezahlt. Die Altersteilzeit verringert die spätere Rentenzahlung. Außerdem muss der Antragsteller in den fünf Jahren vor der Altersteilzeit mindestens 1.080 Kalendertage – also drei Jahre – arbeitslosenversicherungspflichtig tätig gewesen sein.

Das kostet ein vorzeitiger Renteneintritt

Wer vor Erreichen der Regelaltersgrenze einen Rentenantrag stellt, muss Abschläge bei der gesetzlichen Rente einplanen. Der Abzug beträgt bei der Regelaltersrente 0,3 % für jeden Monat, den der Antragsteller früher aufhört zu arbeiten. Da der Rentenbeginn schrittweise angehoben wird, ergibt sich daraus ein Abschlag zwischen 7,5 % und maximal 14,4 % pro Jahr. Der Abzug gilt für den Rentner lebenslang, auch wenn er das Alter für den regulären Rentenbeginn erreicht hat.

Wann lohnt sich ein vorzeitiger Ruhestand?

Die Rentenberater der Deutschen Rentenversicherung oder ein privater Berater stellen Berechnungen an, ob sich ein vorzeitiger Rentenbeginn finanziell lohnt. Auch wenn ein Frührentner auf einen Teil seiner Zahlungen verzichtet, kann sich der vorzeitige Eintritt lohnen, da bei einem Rentenbeginn vor dem Jahr 2040 ein geringerer Teil der Rentenzahlung versteuert werden muss.

Steuern auf die Rente

Rentenzahlungen müssen seit dem Jahr 2005 versteuert werden. Ab diesem Zeitpunkt zahlten die Rentner in Deutschland erstmals für die Hälfte ihrer gesetzlichen Altersrente Steuern. Der Steuersatz erhöht sich seitdem jedes Jahr um zwei Prozent, bis im Jahr 2040 die komplette Rente der Einkommenssteuer unterliegt.

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5 Comments

  1. Rssw 24. Mai 2017 at 08:30 - Reply

    Rente mit 63, diese Bezeichnung verdient sie nicht, siehe Tabelle. Seit meinem 15 Lebensjahr gehe ich arbeiten, trotz Kinder, trotz Pflege der Eltern. Dass Frauen mit einer solchen Doppelbelastung nicht mit 60 in Rente gehen dürfen, ist unfassbar.

    Überhaupt wissen Politiker seit 40 Jahren, dass das Generationenmodell nicht mehr tragbar ist, und daher ein gutes tragbares neues System her muss. Und zwar eines, dass Arbeitnehmer nicht mehr belastet als es jetzt der Fall ist, sondern weniger. Dazu staatlich geregelt, keinerlei Versicherunungsgesellschaften, die mit undurchsichtigen Verträgen groß absahnen.

    Der Staat ist ein Machtkoloß geworden, der nur für die Wirtschaft und für sich selbst agiert. Je reicher, desto mehr Vergünstigungen erhält man.
    Es gibt nur noch standartisierte Massen die gefälligst für wenig Geld – den Mindestlohn = HOHN – das größtmögliche Output erbringen. Nehmen wir mal Pflegekräfte. Heute hoch spezialisiert, jedes Jahr Weiterbildungen, teilweise Selbstzahler, unbezahlte Feiertage. Wer frei hat geht leer aus, egal ob Weihnachten, Ostern usw. Ständig in Kontakt mit gefährlichen Stoffen und Krankheiten. Demenz, von der man noch nicht einmal hundertprozentig ausschließen kann, ob sie nicht auf herkömmlichen Wege ansteckend ist. Denn Laborversuche bestätigen dass die Plaques, wenn man sie Mäusen einspritzt, die Erkrankung auslösen.

    Dazu 12 Tage am Stück arbeiten, ein Wochenende frei, jahraus jahrein, wenn man Glück hat. Ein halbes Jahr ohne Wochenenden, sprich freien Tag kommt tatsächlich vor. Mindestlohn 10;20€, wird bei uns standardmäßig gezahlt! 10 Jahre im selben Heim und bis heute nicht höher als den Mindestlohn verdienen. Der Staat machts möglich! Der Mindestlohn bringt die Altersarmut mit sich. Erschwerend kommt hinzu, dass das Rentnenniveau auf 42% von Hundert abgesenkt werden soll. Vor Jahren waren es noch 60%. Das gepaart mit dem Mindestlohn ergibt eine Katastrophe die die zukünftigen Generationen ausbaden müssen. Was unsere Politiker heute verzapfen, da sie nur kurz denken, nämlich in Amtszeittakten. Karriere, geschönte Zahlen, das dicke Ende in die Zukunft verlagert.

    Gut wer den Mut hat auszusteigen, und der Wirtschaft den kalten Rücken zeigt. Die junge Gernation die diesen Wahnsinn nicht mehr mitmacht, „keinen Bock“ hat, tut vielleicht genau das Richtige. Was wir nur noch nicht erkennen. Denn Leistung lohnt sich definitiv nicht. Es sei denn, man hat das Glück in einen der wenigen hohen Etagen zu sitzen. Geld ist so viel wie noch nie zuvor in Deutschland vorhanden Armut hat auch ein Rekordniveau erreicht und steigt weiterhin, trotz boomender Wirtschhaft. Kein Wunder ein Volk von billigen Arbeitssklaven, genötigt zu arbeiten, was man gar nicht will, weil es gerade gebraucht wird (sonst Kürzungen). Dazu Niedrigstlöhne, Aufstockung des Rentenalters, Absenkung des Rentenniveaus, aber regelmäßig Erhöhung der Diaten. Glaubt einer wirklich noch, dass die Politiker unser Bestes im Sinn haben?

    • admin 24. Mai 2017 at 08:57 - Reply

      Hallo,

      vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar. Ich kann Sie sehr gut verstehen. Hier in unserem ach so tollen Deutschland läuft so einiges schief. Ich gebe Ihnen Recht: Leistung wird tatsächlich nur selten belohnt. Was mich persönlich ärgert: wie mit Steuergeldern umgegangen wird. Siehe z.B. unsinnige Verkehrsprojekte. Der Um- und Rückbau von Straßen für Millionen von Euro. Damit der seltene Lurch – der wahrscheinlich niemals dort gesichtet wurde – auch heil über die Straße kommt. Mit dem Geld könnte man einem halben Dorf jahrelang die Rente bezahlen. Oder Brücken die niemals genutzt werden. Flughäfen die entweder niemals in Betrieb gehen, oder wo am Tag nur 3 Flugzeuge landen. Teure Türme für Aussichtspunkte, wo es gar nichts zu sehen gibt. Hundespielplätze – auch so ein Thema. Taschengeld für Flüchtlinge – für was? Bahnübergänge die niemals genutzt werden, weil die Schienen ganz woanders verlaufen. Schulbushaltestellen wo nie ein Bus vorbei kommt, weil gar keiner durch passt. Mülleimer für 1000 Euro pro Stück. Aber voll sind sie trotzdem, wenn man etwas entsorgen will. Häfen wo nur drei Schiffe am Tag halten. Aufwendige Sanierung von Gebäuden, die 5 Jahre später wieder zusammenfallen, da gepfuscht wurde. Was ein Schwachsinn! Aber fleißig die Grundsteuern erhöhen. Aber wenn man früher in Rente gehen will? Mit 60, mit 63? oder 65? Das ist dem Staat dann zu teuer. Ich kann Sie wie schon gesagt sehr gut verstehen. Mir fällt es auch immer schwerer, Politiker ernst zu nehmen. Aber bald sind ja zum Glück Wahlen. Vielen Dank nochmals, dass Sie sich die Zeit genommen haben.

      Mit freundlichen Grüßen
      Die Redaktion

  2. Fidi Eberlei 29. Mai 2017 at 09:47 - Reply

    Die deutsche Wählergemeinschaft wird wieder die jetzige Regierung wählen. Also werden die Schulden getilgt und der Rentner und/oder das kleine Volk wird wieder leer aus gehen. Aus Fehlern der Regierung wird einfach nicht gelernt und wird leider auch zu schnell vergessen. Die Sozis sind auch nicht mehr das, was sie waren und hegen auch keinen gewollten Regierungsanspruch. Dafür ist der Schulz Effekt zu früh eingesetzt worden. Die Merkel wird das kleine Volk weiterhin aushebeln.

  3. Sabina 20. Juni 2017 at 09:42 - Reply

    Ich habe lange Jahre Angehörige häuslich gepflegt. Bin in den Babyboomerjahren (1965) geboren. Es ist unfassbar, dass man auch noch auf die wenigen Kröten in der Rente Steuern zahlen muss. Wie oft will denn der Staat einmal erwirtschaftete Gelder noch besteuern? Gerade Frauen können doch gar nicht all diese Sonderregelungen nutzen, wenn Pflegetätigkeiten, Arbeitslosenzeiten und Kindererziehungszeiten gar nicht angerechnet werden, sorry. Was soll das also? Meiner Meinung nach ist das nur Augenwischerei. Ein Plazebo um davon abzulenken, dass es immer weniger ist, was bleibt. Dann sollen die den künftigen Rentnern wenigstens ehrlich sagen, dass es eigentlich nur noch demnächst Sozialhilfe gibt. Ich überlege wirklich die hohen Abschläge hinzunehmen und vorzeitig zu beantragen, damit ich überhaupt noch etwas bekomme.

    • admin 22. Juni 2017 at 14:49 - Reply

      Hallo Sabina,

      ich kann Ihren Ärger gut verstehen. Wer in 2017 in Rente geht, muss diese bereits ab einer Bruttorente von ca. 1200 Euro versteuern. Dabei liegt eigentlich klar auf der Hand, dass man von 1.200 Euro im Monat in der heutigen Zeit gar nicht (mehr) leben kann. Es macht meiner Ansicht gar keinen Sinn, Renten unterhalb von 2.000 Euro in irgendeiner Form mit Abzügen zu belasten. Ich hoffe mal, dass den Vollpfosten ihr schönes Alterseinkünftegesetz irgendwann um die Ohren fliegt.

      Mit freundlichen Grüßen
      Die Redaktion

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