Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen im Vergleich

AOK, Barmer, TK oder doch BKK? – die gesetzlichen Kassen unterscheiden sich nicht nur über den Beitrag sondern auch durch freiwillige Zusatzleistungen und Extras. Doch wo ist es besonders preiswert, welcher Anbieter berechnet einen Zusatzbeitrag, und wo gibt es guten Service? Ermitteln Sie mit unserem Krankenkassenvergleich günstige Tarife, eine mögliche Ersparnis, und ob sich ein Wechsel lohnt.

So funktioniert der Vergleich

Auch die gesetzlichen Kassen unterscheiden sich nicht nur beim Beitrag. Während es die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen bei jeder Krankenkasse gibt, werden darüber hinaus je nach Anbieter bestimmte Mehrleistungen angeboten. Dazu gehören z.B. Bonusprogramme, Wahltarife, bestimmte Vorsorgemaßnahmen oder Beitragsrückzahlungen. Hier finden Sie schnell und einfach online eine Krankenkasse die Ihren Vorstellungen entspricht.

  • 1. Geben Sie die gefragten Daten in den Rechner ein. Ihr Einkommen wird benötigt, um die Höhe des Beitrags ermitteln zu können.
  • 2. Geben Sie anschließend an, welche Leistungen Ihnen nicht wichtig, wichtig oder sehr wichtig sind.
  • 3. Mit einem Klick auf vergleichen öffnet sich nun eine übersichtliche Ergebnisliste welche die Tarife nach Kosten und Leistungsumfang auflistet. Sie können den Vergleich erweitern, indem Sie auf Detailsuche öffnen klicken.

Wählen Sie die Kasse aus, die am besten Ihre Vorgaben erfüllt. Über den Button “Angebot anfordern” können Sie sich ein oder mehrere Angebote zusenden lassen. Unser Krankenkassenrechner ist kostenlos und anonym nutzbar.

Krankenkassenbeiträge in 2017

Im Jahr 2017 beträgt der Beitrag 14,6% des Bruttoeinkommens des Versicherten. Da nicht alle Kassen mit dem Budget aus den Zahlungen der Versicherten auskommen, dürfen diese einen Zusatzbeitag erheben. Bisher machen viele Versicherer davon Gebrauch, sodass die Krankenkassenbeiträge im Jahr 2017 im Vergleich zu 2016 tendenziell eher steigen. Wo man Geld sparen kann, und wo man eher draufzahlt, können Sie mit unserem Krankenkassenvergleich berechnen.

Einkommen ist entscheidend

Die Höhe der Krankenkassenbeiträge richtet sich rein nach dem Einkommen des Versicherten. Alter und Gesundheitszustand wie in der privaten Krankenversicherung spielen hingegen keine Rolle. Das gesamte System basiert auf dem Grundsatz, dass Gutverdiener mehr zahlen als Menschen, die weniger verdienen. So soll ein sozialer Ausgleich geschaffen werden. Für Menschen, die ein sehr gutes Einkommen haben, bedeutet das unter Umständen ein Versicherungsbeitrag oberhalb von 600 Euro monatlich. Die Hälfte davon zahlt in der Regel der Arbeitgeber. Selbstständige mit müssen die Kosten komplett selbst übernehmen.

Krankenkassenbeitrag berechnen

Der zu zahlende Beitrag von 14,6% des Bruttoeinkommen (der ermäßigte Beitragssatz beträgt 14,0%) wird je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer entrichtet. Erhebt die Krankenkasse einen Zusatzbeitrag, muss dieser jedoch komplett vom Versicherten getragen werden. Neben dem Krankenkassenbeitrag müssen Versicherte auch in die gesetzliche Pflegeversicherung einzahlen. Hierfür werden Eltern im Jahr 2017 2,55% und Kinderlosen 2,80% des Bruttoeinkommens abgezogen. Wie Sie den Krankenkassenbeitrag berechnen können, veranschaulicht das folgende Beispiel. Es wird ein Zusatzbeitrag in Höhe von 0,9% angenommen.

Berechnung Krankenkassenbeitrag für Arbeitnehmer mit 3000,00€ brutto im Monat
Einkommen 3.000€
Arbeitgeber
Arbeitnehmer
Krankenkasse: 14,6%
219,00€ (7,3%)
219,00€ (7,3%)
Zusatzbeitrag: 0,9%
0,00€
27,00€
Pflegeversicherung: 2,55%
38,25€ (1,275%)
38,25€ (1,275%)
Arbeitgeber und Arbeitnehmer gesamt
257,25€
284,25€
Gesamtbeitrag
541,50€

Ermäßigter Beitragssatz

Ein ermäßigter Beitragssatz gilt für Versicherte, die kein Anspruch auf Krankengeld haben. Der ermäßigte Satz liegt 0,6 Prozentpunkte unter dem allgemeinen Beitragssatz, und beträgt im Jahr 2017 14,0%. Keinen Anspruch auf Krankengeld haben die folgenden Personengruppen:

  • Selbstständige und Freiberufler ohne Anspruch auf Krankengeld
  • Freiwillig versicherte Rentner
  • Nicht erwerbstätige (z.B. Hausfrauen)
  • Studenten

Versicherungspflicht- und Beitragsbemessungsgrenze in 2017

Normalerweise steigt der Krankenkassenbeitrag proportional zum Einkommen eines Versicherten. Erreicht das Einkommen jedoch die so genannte Beitragsbemessungsgrenze, steigt der zu zahlende Beitrag nicht weiter an. Die Versicherungspflichtgrenze ist ebenfalls eine Einkommensgrenze, und bezeichnet das Einkommen, ab dem keine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Kasse mehr besteht. Mit anderen Worten: ein Arbeitnehmer, der mit seinem Einkommen diesen Schwellenwert übersteigt, kann in die private Krankenversicherung wechseln. Die Bemessungsgrenzen gelten für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung. Einen Überblick gibt die folgende Tabelle.

Einkommensgrenzen in der GKV in 2017
2017
Beitragsbemessungsgrenze
Versicherungspflichtgrenze
Jahr
52.200,00 €
57.600,00 €
Monat
4.350,00 €
4.800,00 €

Worauf achten bei Auswahl?

Ob Reiseschutzimpfung, professionelle Zahnreinigung oder Zahnersatz zum Nulltarif – die Liste der so genannten “Kannleistungen” ist lang. Unterschiede gibt es zudem in Sachen Service und Beitrag. Wer verschiedene Krankenkassen miteinander vergleichen möchte, sollte auf folgende Dinge achten:

Leistungen
  • Zusatzleistungen: etwa 95% des Leistungskataloges aller Krankenkassen sind identisch. Jedoch bietet nahezu jede gesetzliche Krankenkasse freiwillig bestimmte Zusatzleistungen. Beliebt sind z.B. einige Vorsorgeuntersuchungen, bestimmte Schutzimpfungen, oder Zuzahlungen bei Sehhilfen oder Hörhilfen, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.
  • Wahltarife: hierzu gehören z.B. das Krankengeld für Selbständige, Beitragsrückerstattungen oder Tarife mit Selbstbeteiligung.
  • Naturheilverfahren: in diesem Zusammenhang werden Leistungen wie Homöopathie oder Osteopathie übernommen.
  • Zahnbehandlung: einige Kassen bieten Tarife in denen die Leistungen bei Zahnersatz über den gesetzlichen Vorgaben liegen, oder die professionelle Zahnreinigung (PZR) übernommen wird.
Service

Welche Krankenkasse bietet mit den gewünschten Service in Bezug auf Beratung und Erreichbarkeit? Genügt mir eine Hotline, oder benötige ich einen persönlichen Ansprechpartner in einer Filiale in Wohnortnähe?

Beitrag

Der allgemeine Beitragssatz ist seit dem 01.01.2016 mit 14,6% gesetzlich einheitlich geregelt. Einige Krankenkassen machen jedoch von der Möglichkeit Gebrauch, einen Zusatzbeitrag zu erheben. Da Letztere die Höhe des Zusatzbeitrags selbst festlegen können, kommt es seit 2016 zu unterschiedlichen Beitragssätzen. Mit unserem Vergleich können Sie ermitteln, wo Zusatzbeiträge in welcher Höhe berechnet werden, und ob sich mit einem Wechsel Geld sparen lässt.

Warum ein Krankenkassenvergleich?

Es lohnt sich also durchaus, die Leistungen der gesetzlichen Kassen gegenüber zu stellen. Sicher interessiert nicht jeden Versicherten jede Zusatzleistung. Es kommt eben immer auf die jeweilige Lebenssituation und die eigenen Bedürfnisse an. Zudem können die Gesetzlichen Zusatzbeiträge erheben, deren Höhe sie selbst bestimmen können. Für viele Bürger ist auch interessant, ob die jeweilige Versicherung einen Service vor Ort bietet. Nicht Jeder mag alles über Post, Telefon oder Internet regeln. Ein Krankenkassenvergleich macht also durchaus Sinn.

Krankenkassenwechsel

Dieser ist problemlos für Jedermann möglich. In der GKV gibt es keine Aufnahmebedingungen oder Gesundheitsprüfungen, wie es in der privaten Krankenversicherung üblich ist. Anhand der folgenden Anleitung können Sie in wenigen einfachen Schritten Ihre gesetzliche Krankenkasse wechseln.

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