Private Krankenzusatzversicherungen im Vergleich

Zweckmäßig aber lückenhaft – so sieht die Behandlung gesetzlich Versicherter gewöhnlich aus. Wer mehr benötigt, hat zwei Möglichkeiten: aus eigener Tasche zuzahlen oder besser versichern. Ist ein Wechsel in die PKV nicht möglich, bietet die private Krankenzusatzversicherung eine sinnvolle Alternative. Die Auswahl an Policen ist gross. Unser Rechner ermittelt für Sie gute und günstige Tarife.

So funktioniert der Vergleich

Ob Einzelzimmer, hochwertiger Zahnersatz oder alternative Heilmethoden – eine Zusatzkrankenversicherung erweitert die Möglichkeiten der medizinischen Behandlung, und senkt die Kosten, welche sonst privat gezahlt werden müssten. Wer vor dem Abschluss vergleicht, kann Beiträge sparen. So funktioniert die Beantragung:

  • 1. Erforderliche Daten in Formular eingeben.
  • 2. Berufsgruppe wählen.
  • 3. Daten absenden.
  • 4. Ein Experte berät Sie, und sucht mit Ihnen zusammen das passende Angebot.

Krankenzusatzversicherung sinnvoll?

Für gesetzlich Versicherte ist die Police aus gesundheitlicher Sicht in jedem Fall empfehlenswert. Es kommt jedoch darauf an, ob der Tarif tatsächlich sinnvolle Leistungen enthält, oder ob nur die Versicherung profitiert. Maßgeblich ist auch das eigene Einkommen, nämlich ob verbleibende Kosten im Ernstfall aus eigener Tasche finanziert werden können. Die Entscheidung dafür oder dagegen ist letztlich eine Kosten / Nutzen Rechnung. Mit anderen Worten: lassen sich die richtigen Bausteine zu günstigen oder moderaten Beiträgen versichern, ist die Krankenzusatzversicherung eine sinnvolle Ergänzung zum gesetzlichen Versicherungsschutz.

Welche Leistungen?

Zähne, Brille, Hörgerät – wenn die Krankenkasse spart, wird es für den Betroffenen teuer. Eine Zusatzkrankenversicherung ist hilfreich. Doch nicht alle Tarife und Leistungen sind wirklich empfehlenswert. Die folgende Übersicht unterscheidet wichtige und eher unwichtige Bausteine.

Empfehlenswerte Bausteine
Weniger sinnvolle Leistungen
  • Zahnzusatz
  • Auslandskrankenschutz
  • Private Pflegezusatzversicherung (bereits enthalten oder separat)
  • Krankentagegeld
  • Einzelzimmer / Zweibettzimmer
  • alternative Heilmethoden (wenn gewünscht)
  • Sehhilfen / Hörhilfen
  • Freie Klinik- und Arztwahl
  • Psychotherapie bei Therapeuten ohne Kassenzulassung
  • Chefarztbehandlung im Krankenhaus (außer wenn ausdrücklich gewünscht)
  • Krankenhaustagegeld
  • Kurtagegeld

Worauf achten bei Auswahl?

Damit die Police im Fall der Fälle wie erhofft leistet, sollte man vor dem Abschluss genau hinsehen. Ein Blick in die Vertragsbedingungen ist hierfür empfehlenswert. Neben sinnvollen Leistungen sollten Antragsteller auf weitere Punkte achten. Einen Überblick gibt die folgende Auflistung.

Wichtige Punkte

  • Schwerpunkte setzen: alle theoretisch erhältlichen Leistungen zu versichern ist teuer. Es lohnt sich Schwerpunkte zu setzen, welche im Idealfall dem eigenen Gesundheitszustand entsprechen.
  • Paket wählen: sollen gleich mehrere Bereiche versichert werden, lohnen sich eventuell Versicherungs­pakete. Diese sind möglicherweise günstiger, als für jeden Bereich eine Extra-Police abzuschließen.
  • Wartezeit: diese sollte nicht mehr als drei Monate betragen. Bei der Zahnzusatzversicherung sollte sie nicht länger als sechs Monate sein.
  • Zahnersatz: da hier sehr hohe Kosten anfallen können, sollte darauf geachtet werden, dass möglichst ein hoher Anteil der Kosten von der Versicherung übernommen wird, z.B. 80 Prozent.
  • Service: wie steht es um die Erreichbarkeit sowie die Abwicklung von Schadensfällen? Genügt mir eine Hotline, oder möchte ich einen persönlichen Ansprechpartner in einer Filiale aufsuchen?
  • Leistungsausschlüsse: lesen Sie aufmerksam die Vertragsbedingungen. Die Police sollte keine Klauseln enthalten, welche die Leistung im Schadensfall einschränkt.
  • Zahlung ohne Vorleistung der Gesetzlichen: einige Tarife enthalten eine Klausel, nach der eine Zahlung nur erfolgt, wenn die Gesetzliche Kasse in Vorleistung getreten ist. Dieser Ausschluss sollte möglichst vermieden werden.
  • Keine Begrenzung auf GÖÄ-Regelhöchstsatz: der Regelhöchstsatz der Gebührenordnung für privatärztliche Leistungen liegt bei Faktor 2,3. Da Ärzte häufig mit einem höheren Satz abrechnen, sollten die Zahlungen der Zusatzversicherung nicht auf den Regelhöchstsatz begrenzt sein.

Wonach richtet sich Beitrag?

Die Beitragshöhe richtet in erster Linie nach dem Risiko, welches die Versicherung beim Antragsteller voraussichtlich eingeht. Mit anderen Worten: wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Versicherer zukünftig Zahlungen leisten muss? Ein wichtiger Punkt ist z.B. das Eintrittsalter bei Versicherungsbeginn. Bei Tarifen mit Alterungsrückstellungen ist der Beitrag anfangs höher als bei Tarifen „ohne“. Die Rückstellungen dienen dazu, ein Teil der in jungen Jahren gezahlten Beiträge für später anzusparen, damit der Beitrag im Alter niedriger ausfällt. Neben den Risikofaktoren gibt es weitere formelle Kriterien. Diese können Sie der folgenden Übersicht entnehmen.

    Tipp: So sparen Sie beim Beitrag

    Sparen Sie Geld, indem Sie über unseren Vergleich den passenden Tarif finden.

So wird der Beitrag kalkuliert

  • Beruf
  • Alter der Person bei Versicherungsbeginn
  • gewählter Tarif (Umfang der Leistungen)
  • Vorerkrankungen (es wird eine Gesundheitsprüfung durchgeführt)
  • Höhe des verbleibenden Eigenanteils
  • allgemeine Beitragsunterschiede der Anbieter

Versicherung abgelehnt was tun?

Der Versicherer ist nicht verpflichtet, jeden Antragsteller aufzunehmen, sondern kann darüber frei entscheiden. Wurde Ihre Aufnahmeantrag abgelehnt ist dies zwar ärgerlich, eine Chance auf den gewünschten Versicherungsschutz besteht eventuell dennoch. Viele gesetzliche Krankenkassen haben ihr Leistungsspektrum in bestimmten Bereichen erweitert, und bieten so genannte Wahltarife an. Ein Beispiel: Sie suchen einen besseren Versicherungsschutz für Ihre Zähne. Eventuell bietet Ihre Krankenkasse einen Zusatztarif an, welche Zahnersatz besser versichert, als es im gesetzlichen Leistungskatalog vorgeschrieben ist. Bietet die Kasse in diesem Bereich nichts adäquates an, kann sich der Wechsel zu einer anderen Krankenkasse lohnen. Letztere sind verpflichtet, jeden Versicherten unabhängig von Beruf, Alter oder Gesundheitszustand aufzunehmen.

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