Private Pflegeversicherungen im Vergleich

Pflege ist teuer. Reichen die staatlichen Zuschüsse sowie die Rücklagen des Betroffenen nicht aus, zahlen die Angehörigen. Bis zu 2000 Euro pro Monat kann die Versorgungslücke betragen. Eine private Pflegeversicherung übernimmt die verbleibenden Kosten. Nutzen Sie unseren unabhängigen Rechner, und vergleichen Sie verschiedene leistungsstarke Angebote.

So funktioniert der Vergleich

Zahlung bei Demenz, Tarife ohne Wartezeit oder Kostenübernahme bei jeder Art der Pflege – auf gute Leistungen kommt es an. Doch gut muss nicht teuer sein. Unser Rechner findet für Sie eine günstige und leistungsstarke Police. Eine detaillierte Übersicht stellt im Anschluss die relevanten Tarifmerkmale mehrerer Policen gegenüber. Und so geht´s:

  • 1. Erforderliche Daten eingeben.
  • 2. Gewünschte Leistungen wählen.
  • 3. Favoriten direkt gegenüberstellen, und Detail-Übersicht aufrufen.
  • 4. Falls gewünscht, Kontakt mit einem Experten für eine Beratung aufnehmen (Telefonnummer wird später im Vergleich angezeigt).
  • 5. Ein oder mehrere Angebote zusenden lassen.

Was ist eine private Pflegeversicherung?

Die private Pflegeversicherung übernimmt den Teil der Kosten, welche nicht von der gesetzlichen Pflegekasse getragen wird. Sie schließt eine entstehende Versorgungslücke, und verhindert bei nicht ausreichenden finanziellen Mitteln des Pflegebedürftigen, dass Angehörige privat zur Kasse gebeten werden. Die Zusatzversicherung gibt es in verschiedenen Arten und Ausführungen, welche unterschiedliche Leistungen erbringen. Wir erläutern die beiden sinnvollsten Möglichkeiten der Absicherung.

Pflegekostenversicherung

Die Pflegekostenversicherung orientiert sich an den entstehenden Gesamtkosten der Pflege. Sie deckt einen vorab festgelegten Prozentsatz ab. Dieser richtet sich nach dem gewählten Tarif. Bestenfalls wird damit genau die Versorgungslücke der staatlichen Leistungen geschlossen. Allerdings sind die meisten Verträge so gestaltet, dass ein Restanteil für den Versicherungsnehmer verbleibt (Selbstbeteiligung). Diese Art der Absicherung bietet insgesamt wenig Flexibilität. Sie übernimmt erst dann die Kosten, nachdem die gesetzliche Pflegeversicherung bereits geleistet hat. Der Versicherte ist somit zeitlich, örtlich, als auch bei der Wahl seiner Pflegeleistungen eingeschränkt.

Pflegetagegeldversicherung

Die Pflegetagegeldversicherung zahlt einen festen Geldbetrag pro Tag. Die Höhe der Zahlung richtet sich nach der jeweiligen Pflegestufe des Versicherten sowie dem gewählten Tarif. In den besten Tarifen werden bis zu 150 Euro pro Tag gezahlt. Diese Art der Zusatzversicherung ist sehr flexibel, und sollte daher anderen Absicherungsmöglichkeiten vorgezogen werden.

  • Sie ist nicht vom Leistungsumfang der Gesetzlichen abhängig.
  • Sie kann für jegliche gewünschte Art der Pflege eingesetzt werden.
  • Der Zeitpunkt sowie den Ort der Pflege – egal ob zu Hause, bei Angehörigen oder im Heim – kann frei bestimmt werden.

Pflegestufen in der Tagegeldversicherung

Pflegestufe 0
  • Erhebliche Einschränkungen im Alltag
  • Keine Hilfe bei Körperpflege und Ernährung notwendig
Pflegestufe 1
  • Hilfe bei Körperpflege, Ernährung und Mobilität notwendig
  • Mindestens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren der o.g. Bereichen, mindestens einmal täglich.
  • Zusätzlich ist mehrmals pro Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung notwendig.
Pflegestufe 2
  • Hilfe bei Körperpflege, Ernährung und Mobilität
  • Mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten
  • Mehrfache Hilfe pro Woche bei der hauswirtschaftlichen Versorgung
Pflegestufe 3
  • Hilfe bei Körperpflege, Ernährung und Mobilität rund um die Uhr
  • Mehrfach pro Woche Hilfe bei hauswirtschaftlicher Versorgung

Pflegeversicherung sinnvoll?

Das Modell der gesetzlichen Pflegeversicherung ist nicht auf eine Deckung der Kosten ausgelegt. Im Klartext heisst das: der Staat zahlt nur einen Zuschuss. Eine Versorgungslücke ist deshalb nicht nur möglich sondern sehr wahrscheinlich. Die Pflegezusatzversicherung deckt die verbleibenden Kosten. Sie verhindert eine finanzielle Überforderung der Angehörigen, welche ansonsten für alle übersteigenden Kosten aufkommen müssen. Die Versicherung ist daher durchaus als sinnvoll zu erachten.

Wonach richtet sich Beitrag?

In der gesetzlichen Pflegeversicherung richtet sich der Beitrag nach dem Einkommen. Für die Beitragskalkulation der privaten Pflegezusatzversicherung gelten andere Voraussetzungen, welche denen der privaten Krankenversicherung ähneln.

  • Alter des Versicherungsnehmers bei Vertragsabschluss
  • Gesundheitszustand (es wird eine Gesundheitsprüfung vorgenommen)
  • Umfang der Leistungen bzw. gewählter Tarif
  • Pflegestufe

Niedrige Beiträge zahlen

Wer weiß worauf es ankommt, zahlt niedrigere Beiträge. Diese Möglichkeiten gibt es:

  • Vertrag in jungen Jahren abschließen.
  • Flexiblen Tarif wählen, möglichst als Pflegetagegeld.
  • Staatliche Förderung sichern.
  • Vor Abschluss Vergleich durchführen.

Staatlich geförderte Tarife

Seit dem Jahr 2013 fördert der Staat die private Pflegeversicherung, auch bekannt unter dem Begriff Bahr-Pflege. Bis zu 60 Euro pro Jahr erhält der Versicherungsnehmer. Es gilt ein Mindestbeitrag von 120 Euro pro Jahr. Die Zuschüsse gibt es jedoch nur für bestimmte, meist neuere Tarife (siehe Angaben hierzu im Rechner).

Worauf achten bei Tarifauswahl?

Eine Versicherung ist nur dann nützlich, wenn Sie im Ernstfall zahlt. Bei der Wahl Ihres Tarifs sollten Sie die folgenden Punkte beachten.

  • Tarife ohne Wartezeiten wählen
  • Leistung auch bei Demenz
  • Ortsunabhängige Kostenübernahme (z.B. zu Hause, bei Angehörigen, im Pflegeheim)
  • Übernahme der Kosten unabhängig von den pflegenden Personen (z.B. Angehörige, Pflegedienst, Pflegeheim)
  • Tarifänderungen auch ohne erneute Gesundheitsprüfung
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