Einkommen, Jobs und Konjunktur – das erwartet Arbeitnehmer 2014

Februar 7, 2014 No Comments »

Für das Jahr 2014 erwarten Volkswirte ein kräftiges Wirtschaftswachstum für Deutschland. Bis zu 1,8% soll die Wirtschaft in diesem Jahr wachsen. Als hauptsächliche Ursachen hierfür gelten ein deutlich gestiegener Konsum der Verbraucher, ein wachsender Export sowie eine allmähliche Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage im Euroraum.

Niedrige Zinsen, mehr Investitionen der Unternehmen, steigende Exporte, ein wachsender Konsum der Verbraucher, mehr Jobs und weniger Schulden. Das sind häufig genutzte Schlagworte, die derzeit von vielen Wirtschaftsexperten im Zusammenhang mit der deutschen Wirtschaft im Jahr 2014 gebraucht werden.

Konjunktur

Laut Wirtschaftsexperten wird 2014 zwar kein Boomjahr, jedoch kann mit einem soliden Wirtschaftswachstum gerechnet werden. Volkswirte gehen für 2014 von einem soliden Wachstum von etwa 1,8% aus. Für 2015 wird sogar ein Anstieg der Wirtschaftsleistung oberhalb der 2%-Marke für möglich gehalten. Als Hauptursache für die positive Entwicklung gilt der wachsende Konsum der Verbraucher im Inland. Aber auch beim Außenhandel steht 2014 ein neuer Rekord bevor. Laut dem Handelsblatt sollen die deutschen Exporte um 4% auf 1,45 Billionen Euro wachsen. Der deutsche Leistungsbilanzüberschuss soll in diesem Jahr fast 200 Milliarden Euro betragen.

Arbeitsmarkt

Die stabile Konjunktur sorgt auch für zusätzliche Jobs. Die Unternehmen wollen in diesem Jahr verstärkt investieren. Für 2014 wird mit etwa 250.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen gerechnet. Diese entstehen insbesondere im Bereich Fahrzeugbau, Maschinenbau und Elektrotechnik. Mit über 42 Millionen Beschäftigten erreicht die Zahl der Erwerbstätigen einen neuen Rekordstand. Auch die erwartete Arbeitslosenquote für 2014 lässt sich sehen. Laut einem Bericht der Arbeitsagentur steigt die Zahl der Arbeitslosen derzeit aus jahreszeitlich bedingten Gründen leicht an. Jedoch werde die Zahl der Erwerbslosen in 2014 saisonbereinigt wieder deutlich unter 3 Millionen sinken.

Einkommen

Dank der guten Wirtschaftslage können deutsche Arbeitnehmer im Jahr 2014 in vielen Branchen von einem Lohnzuwachs profitieren. Etwa 3% sollen Löhne und Gehälter im Schnitt steigen. Inflationsbereinigt verbleibt davon jedoch etwa nur die Hälfte im Portemonnaie der Arbeitnehmer. Die größten Lohnerhöhungen werden im Finanzsektor sowie im Bereich Chemie und Metall erwartet.

Wer profitiert, wer verliert?

Insgesamt werden sowohl Bezieher höherer als auch niedrigerer Einkommen von der guten Wirtschaftslage profitieren. Zwar fallen Lohnsteigerungen bei Managern und Führungskräften meist höher aus als bei geringer qualifizierten Arbeitnehmern. So wird bei Letzteren der geringere Lohnanstieg häufig durch die Inflation wieder zunichte gemacht. Jedoch profitieren Bezieher niedrigerer Einkommen in diesem Jahr von einem deutlich höheren Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer. Dieser steigt im Jahr 2014 um 224 Euro auf 8.354 Euro. Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Kranken- und Rentenversicherung sind in diesem Jahr deutlich erhöht worden. Hierdurch werden Gutverdiener durch höhere Beitragszahlungen belastet. Im Ergebnis werden in 2014 Bezieher von Einkommen knapp unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze am meisten von einer Gehaltserhöhung profitieren.

Tipp! Wie sich eine Gehaltserhöhung auf Ihr Einkommen auswirkt, und wie viel Netto vom Brutto in 2014 übrig bleibt, können Sie mit unserem Brutto Netto Rechner direkt online ermitteln.

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