Krankenkassenreform 2015 – vielen Versicherten droht höherer Beitrag

November 11, 2014 No Comments »

Reform der KrankenkassenEin Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse kann sich ab nächstem Jahr für viele Versicherte lohnen. Denn mit der beschlossenen Finanzreform der Krankenkassen müssen Versicherte ab 2015 individuelle einkommensabhängige Zusatzbeiträge zahlen. Der bisherige feste Sonderbeitrag von 0,9% entfällt.

Finanzreform – einkommensabhängige Zusatzbeiträge statt fester Sonderbeitrag

Durch die von der Bundesregierung verabschiedete Finanzreform der gesetzlichen Krankenkassen gilt ab 01.01.2015 ein neuer Beitragssatz. Der Beitrag sinkt von 15,5% auf 14,6%. Der bisherige Sonderbeitrag von 0.9% entfällt. Was sich für Versicherte zunächst gut anhört, hat jedoch eine Kehrseite. Denn die Kassen dürfen ab nächstem Jahr einkommensabhängig Zusatzbeiträge erheben, welche allein von den Versicherten getragen werden.

Wie hoch fällt der Zusatzbeitrag aus?

Die Zusatzbeiträge können von den Kassen individuell festgelegt werden, eine feste Obergrenze gibt es nicht. So rechnen Experten damit, dass der Beitragssatz langfristig für einige Versicherte teurer wird als bisher. Schätzungen zu Folge könnten einige Kassen in einigen Jahren Zusatzbeiträge in Höhe von 1,5% des Einkommens verlangen, was somit deutlich über dem bisherigen Sonderbeitrag von 0.9% liegt. Was eigentlich als Entlastung geplant war, könnte sich für viele Versicherte als teure Mogelpackung erweisen. Laut dem Bundesgesundheitsministerium soll der zusätzliche Beitrag im kommenden Jahr jedoch nicht über 0,9% liegen. Somit würde immerhin in 2015 für die Versicherten alles beim Alten bleiben.

Für wen wird es günstiger, für wen teurer?

Günstiger wird es für Mitglieder von Kassen, die in den letzten Jahren gut gewirtschaftet haben. Hier wird wahrscheinlich ein geringerer Zusatzbeitrag fällig als die bisherigen 0,9%. Teurer wird es hingegen für Mitglieder von Krankenkassen, deren Finanzlage schlecht ist. Hier müssen Versicherte mehr zahlen als vorher.

Mehr Wettbewerb unter den Krankenkassen

Mit dem Wegfall des festen Sonderbeitrags und der Einführung individueller Zusatzbeiträge soll mehr Wettbewerb unter den Kassen entstehen. Versicherten sollen zukünftig die Beitragssätze vergleichen können. Wem der Beitrag seiner Kasse zu hoch ist, kann zu einer günstigeren wechseln.

Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhung

Erhebt die Kasse einen Zusatzbeitrag, kann der Versicherte von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Das Recht zu wechseln gab es zwar auch bisher. Jedoch war der Versicherte nach einem Wechsel 18 Monate vertraglich an die jeweilige Kasse gebunden. Mit dem neuen Sonderkündigungsrecht ist im Falle eines Zusatzbeitrags eine sofortige Kündigung möglich.

Wechsel sollte sorgfältig geplant werden

Ein Wechsel der Krankenkasse sollte sorgsam geplant werden. Denn nicht allein der Beitragssatz ist entscheidend. Mindestens genau so wichtig sind individuelle Leistungen sowie der Service. So sollten Versicherte darauf achten, dass auch die neue Kasse die für den persönlichen Bedarf wichtigen Leistungen anbietet. Mehr zum Thema Krankenkasse wechseln

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