Krankenkassenvergleich

AOK, Barmer, TK oder doch BKK? – die gesetzlichen Kassen unterscheiden sich nicht nur über den Beitrag, sondern auch durch freiwillige Zusatzleistungen und Extras. Doch wo ist es besonders preiswert, welcher Anbieter berechnet einen Zusatzbeitrag, und wo gibt es guten Service? Ermitteln Sie mit unserem Krankenkassenvergleich günstige Tarife, eine mögliche Ersparnis, und ob sich ein Wechsel lohnt.

So funktioniert´s

Wählen Sie den Anbieter aus, der am besten Ihre Vorgaben erfüllt. Über den Button „Infos anfordern“ können Sie sich ein oder mehrere Angebote zusenden lassen. Unser Vergleich ist kostenlos und anonym nutzbar.

  • 1. Geben Sie die gefragten Daten in den Rechner ein. Ihr Einkommen wird benötigt, um die Höhe des Beitrags ermitteln zu können.
  • 2. Geben Sie anschließend an, welche Leistungen Ihnen sehr wichtig, wichtig oder weniger wichtig sind.
  • 3. Mit einem Klick auf vergleichen öffnet sich nun eine übersichtliche Ergebnisliste welche die Tarife nach Kosten und Leistungsumfang auflistet. Sie können die Übersicht erweitern, indem Sie auf Detailsuche öffnen klicken.

Wie hoch sind die Beiträge in 2018?

In diesem Jahr beträgt der Standard-Beitrag 14,6% vom Bruttoeinkommen des Versicherten. Doch nicht alle Krankenkassen kommen mit dem Budget aus den Zahlungen aus. Deshalb dürfen sie laut Gesetz einen Zusatzbeitag erheben. Bisher machen viele Versicherer davon Gebrauch, sodass die Beiträge im Vergleich zu 2017 tendenziell steigen. Wo man Geld sparen kann, und wo man eher draufzahlt, können Sie mit unserem Krankenkassenvergleich 2018 berechnen.

Einkommen ist entscheidend

Die Höhe der vom Bruttolohn einbehaltenen Sozialversicherungsbeiträge zur gesetzlichen Krankenkasse richtet sich rein nach dem Einkommen des Versicherten. Alter und Gesundheitszustand wie in der privaten Krankenversicherung spielen hingegen keine Rolle. Das gesamte System basiert auf dem Grundsatz, dass Gutverdiener mehr zahlen als Menschen die weniger verdienen. So soll ein sozialer Ausgleich geschaffen werden. Für Menschen, die ein sehr gutes Einkommen haben, bedeutet das unter Umständen ein Gesamtbeitrag oberhalb von 700 Euro monatlich. Die Hälfte davon zahlt in der Regel der Arbeitgeber. Selbstständige müssen die Kosten komplett tragen.

Beiträge berechnen

Der zu zahlende Krankenkassenbeitrag in Höhe von 14,6% des Bruttoeinkommen (der ermäßigte Beitragssatz beträgt 14,0%) wird nach Beschluss der großen Koalition in diesem Jahr wieder je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Erheben die Krankenkassen einen Zusatzbeitrag, muss dieser jedoch komplett vom Versicherten geleistet werden. Neben dem Beitrag müssen Versicherte auch in die gesetzliche Pflegeversicherung einzahlen. Hierfür werden Eltern im Jahr 2018 2,55% und Kinderlosen 2,80% des Bruttoeinkommen abgezogen. Wie Sie den Beitrag berechnen können, veranschaulicht das folgende Beispiel. Es wird ein Zusatzbeitrag in Höhe von 0,9% angenommen.

Beitragsberechnung für Arbeitnehmer mit 3000,00€ Bruttoeinkommen im Monat
Einkommen 3.000€
Arbeitgeber
Arbeitnehmer
Krankenkasse: 14,6%
219,00€ (7,3%)
219,00€ (7,3%)
Zusatzbeitrag: 0,9%
0,00€
27,00€
Pflegeversicherung: 2,55%
38,25€ (1,275%)
38,25€ (1,275%)
Arbeitgeber und Arbeitnehmer gesamt
257,25€
284,25€
Gesamtbeitrag
541,50€

Ermäßigter Beitragssatz

Ein ermäßigter Beitragssatz gilt für Versicherte, die keinen Anspruch auf Krankengeld haben. Der ermäßigte Satz liegt 0,6 Prozentpunkte unter dem allgemeinen Beitragssatz, und beträgt im Jahr 2018 14,0%. Keinen Anspruch auf Krankengeld haben die folgenden Personengruppen:

  • Selbstständige und Freiberufler ohne Anspruch auf Krankengeld
  • freiwillig versicherte Rentner
  • nicht erwerbstätige (z.B. Hausfrauen)
  • Studenten

Versicherungspflicht- und Beitragsbemessungsgrenze

Normalerweise steigt der Krankenkassenbeitrag proportional zum Einkommen eines Versicherten. Erreicht das Einkommen jedoch die so genannte Beitragsbemessungsgrenze, steigt der zu zahlende Beitrag nicht weiter an. Die Versicherungspflichtgrenze ist ebenfalls eine Einkommensgrenze, und bezeichnet das Einkommen, ab dem keine Versicherungspflicht mehr in der gesetzlichen Kasse besteht. Mit anderen Worten: ein Arbeitnehmer, der mit seinem Einkommen diesen Schwellenwert übersteigt, kann in die private Krankenversicherung wechseln. Die Bemessungsgrenzen gelten für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung. Einen Überblick gibt die folgende Tabelle.

Einkommensgrenzen in der GKV in 2018
Zeitraum
Beitragsbemessungsgrenze
Versicherungspflichtgrenze
Jahr
53.100,00 €
59.400,00 €
Monat
4.425,00 €
4.950,00 €

Warum ein Krankenkassenvergleich?

Auch die gesetzlichen Krankenkassen unterscheiden sich nicht nur beim Beitrag. Während es die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen bei jeder Kasse gibt, werden darüber hinaus je nach Anbieter bestimmte Mehrleistungen angeboten. Dazu gehören z.B. Bonusprogramme, Wahltarife, bestimmte Vorsorgemaßnahmen oder Beitragsrückzahlungen. Es lohnt sich also durchaus, mit einem Vergleich verschiedene Tarife gegenüber zu stellen. Sicher interessiert nicht jeden Versicherten jede Zusatzleistung. Es kommt eben immer auf die jeweilige Lebenssituation und die eigenen Bedürfnisse an. Zudem können die Krankenkassen Zusatzbeiträge erheben, deren Höhe sie selbst bestimmen können. Für viele Bürger ist auch interessant, ob die jeweilige Versicherung einen Service vor Ort bietet. Nicht jeder mag alles über Post, Telefon oder Internet regeln.

Worauf achten bei den Leistungen?

Ob Reiseschutzimpfung, professionelle Zahnreinigung oder Zahnersatz zum Nulltarif – die Liste der so genannten „Kannleistungen“ ist lang. Unterschiede gibt es zudem in Sachen Service. Wer verschiedene Krankenkassen miteinander vergleichen möchte, sollte auf folgende Dinge achten:

Zusatzleistungen

Etwa 95% der Leistungen aller Krankenkassen sind identisch. Jedoch bietet nahezu jede gesetzliche Krankenkasse freiwillig bestimmte Zusatzleistungen. Beliebt sind z.B. einige Vorsorgeuntersuchungen, bestimmte Schutzimpfungen, oder Zuzahlungen bei Sehhilfen oder Hörhilfen, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.

Wahltarife

Hierzu gehören z.B. das Krankengeld für Selbständige, Beitragsrückerstattungen oder Tarife mit Selbstbeteiligung.

Naturheilverfahren

In diesem Zusammenhang werden Leistungen wie Homöopathie oder Osteopathie übernommen.

Zahnbehandlung

Einige Kassen bieten Tarife, in denen die Leistungen bei Zahnersatz über den gesetzlichen Vorgaben liegen, oder die professionelle Zahnreinigung (PZR) übernommen wird.

Service

Welche Krankenkasse bietet mit den gewünschten Service in Bezug auf Beratung und Erreichbarkeit? Genügt mir eine Hotline, oder benötige ich einen persönlichen Ansprechpartner in einer Filiale in Wohnortnähe?

So funktioniert der Wechsel

Ein Wechsel ist problemlos für Jedermann möglich. In der GKV gibt es keine Aufnahmebedingungen oder Gesundheitsprüfungen, wie es in der privaten Krankenversicherung üblich ist. Anhand der folgenden Anleitung können Sie in wenigen einfachen Schritten Ihre gesetzliche Krankenkasse wechseln.

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