Rentenpaket – was sich ab Juli 2014 bei der Rente ändert

Juli 4, 2014 No Comments »

Rentenpaket die Änderungen ab 01.07.2014Mit Wirkung vom 01.07.2014 trat das neue Rentenpaket tritt in Kraft. Eckpunkte des milliardenschweren Rentenpaketes sind die Rente mit 63, die Mütterrente und Änderungen bei der Erwerbsminderungsrente.

Allgemeine Rentenerhöhung ab Juli 2014

Ostdeutsche Rentner dürfen sich über mehr Rente freuen. Die Renten steigen um 2,53 Prozent. Für die westdeutschen Rentner fällt die Steigerung mit 1,67 Prozent etwas niedriger aus. Im Osten fällt die Rentenerhöhung höher aus, weil sich in den neuen Bundesländern die Löhne stärker entwickeln konnten. Zudem wirkt sich die Senkung des Beitragssatzes von 19,6 auf 18,9 Prozent aus dem vergangenen Jahr positiv auf die Rentenanpassung in Ost und West aus.

Die Rente mit 63 kommt

Arbeitnehmer, die 45 Jahre Einzahlungen in die Rentenversicherung nachweisen, dürfen jetzt ohne Abschlag mit 63 Jahren in Rente gehen. Diese Vergünstigung gilt für Arbeitnehmer, die bis 1952 geboren sind. Für später Geborene erhöht sich das Rentenalter für die abschlagsfreie Rente stufenweise bis auf 65 Jahre. Für jeden Jahrgang ab 1953 um zwei Monate. Nach dem dem 01. Januar 1964 Geborene bekommen mit 65 Jahren eine Rente ohne Abschlag.

Besonderheiten
  • Kurzzeitige Arbeitslosigkeit mit Arbeitslosengeld I findet bei den 45 Beitragsjahren Anrechnung. Auch Zeiten der Kindererziehung, Pflege von Familienangehörigen oder Kurzarbeitergeld zählen dazu.
  • Für Bezieher von Arbeitslosengeld II gilt diese Regelung nicht. Diese Sozialleistungen nach der Hartz IV Gesetzgebung sind keine Versicherungsleistungen.
  • Arbeitslosigkeit in den letzten beiden Jahren vor Rentenbeginn kommt nicht zur Anrechnung (mit Ausnahmen)

Einführung der Mütterrente

Die Mütterrente würdigt Erziehungsleistungen von Frauen, die vor 1992 Kinder bekommen und erzogen haben. Frauen aus Westdeutschland bekommen brutto 28,14 Euro mehr für jedes Kind. Für ostdeutsche Frauen sind es 25,74 Euro. Ab 01. Juli 2014 bekommen knapp zehn Millionen Rentnerinnen wegen der Erziehungszeiten eine höhere Rente. Frauen, die noch nicht im Rentenalter sind, bekommen ein Jahr Kinderziehungszeit gutgeschrieben. Der Anspruch auf die „Mütterrente“ gilt auch für Väter. Bei etwa 150.000 Männern wurden im Jahr 2012 Leistungen im Zusammenhang mit der Kindererziehung berücksichtigt. Die Mütterrente wird automatisch ausgezahlt. Anspruch: Bei rund 150.000 Männern wurden 2012 bei der Rente auch Leistungen für die Kindererziehung berücksichtigt. Die Mütterrente kommt ohne Antrag automatisch zur Auszahlung. Sollte die Auszahlung sich aus organisatorischen Gründen verzögern, erfolgt die Zahlung rückwirkend zum 01. Juli.

Mehr Rente bei Erwerbsminderung

Bezieher von Erwerbsminderungsrenten profitieren ebenfalls vom Rentenpaket. Die Zurechnungszeit steigt von 60 auf 62 Jahre. Wer wegen Krankheit Erwerbsminderungsrente bezieht, bekommt eine Rente, als wenn er bis zum 62. Lebensjahr gearbeitet hätte. Bisher galt diese Regelung nur bis zum vollendeten 60. Lebensjahr. Dadurch können Bezieher von Erwerbsminderungsrenten brutto bis zu 40 Euro mehr im Monat bekommen. Darüber hinaus wird die Höhe der Erwerbsminderungsrente jetzt anders berechnet. Bisher war der Durchschnittsverdienst des gesamten Arbeitslebens maßgeblich. In Zukunft wird geprüft, ob Betroffene in den letzten vier Jahren Einbußen beim Einkommen hatten. Wenn diese Einbußen durch die Krankheit, die Erwerbsminderung geführt hat entstanden sind, haben diese Zeiten für die Berechnung keine Relevanz.

Quellen und weiterführende Seiten zum Thema Rentenpaket

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