Krankenversicherung

Wechsel in die private Krankenversicherung

Wechsel private Krankenversicherung

Wechsel in die private KrankenversicherungChefarztbehandlung, kurze Wartezeiten, Einzelzimmer – ein Wechsel in die private Krankenversicherung scheint für viele gesetzlich Versicherte attraktiv. Doch ein Beitritt sollte sorgfältig geplant werden. Wir erläutern den genauen Ablauf, und was Sie beachten sollten.

 

Der Ablauf im Überblick

In der folgenden Tabelle haben wir für Sie den Ablauf in Kürze zusammengestellt. Erläuterungen zu den einzelnen Schritten finden Sie im Text darunter.

SchrittErläuterung
1. Voraussetzung prüfenÜberprüfen Sie, ob Sie die Voraussetzungen für einen Beitritt erfüllen.
2. Ist ein Wechsel
sinnvoll?
Prüfen Sie, ob ein Wechsel aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll ist.
Von günstigen Beiträgen profitieren in erster Linie junge und gesunde Menschen,
Singles, Doppelverdiener ohne Kinder oder Familien mit nur 1 oder 2 Kindern.
3. TarifwahlWählen Sie einen Tarif, der Ihren Vorstellungen hinsichtlich Kosten und Leistungen entspricht.
Nutzen Sie hierfür z.B. unseren online-basierten Rechner für die private Krankenversicherung.
4. Antrag stellenStellen Sie einen Antrag auf Aufnahme bei Ihrem Wunsch-Versicherer.
5. Gesetzliche
Krankenkasse kündigen
Kündigen Sie Ihre gesetzliche Krankenkasse erst, nachdem Sie eine
verbindliche Zusage von Ihrer privaten Krankenversicherung erhalten haben.

Voraussetzungen

Ob ein Wechsel in die PKV möglich ist, ist unter Anderem vom Einkommen des Versicherten abhängig (gilt nur für Arbeitnehmer). Beamte, Selbstständige und Freiberufler können dagegen unabhängig vom Einkommen Mitglied werden. Ein weiteres wichtiges Aufnahmekriterium ist die Gesundheit des Versicherten. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenkasse dürfen private Krankenversicherungen Antragsteller aufgrund ihres Gesundheitszustandes ablehnen.

Wann lohnt sich der Wechsel in die private Krankenversicherung?

Ein Beitritt in die PKV lohnt sich grundsätzlich immer dann, wenn Sie als Versicherter auch längerfristig von deutlichen Kostenvorteilen profitieren. Dies ist gewöhnlich bei vielen jungen Menschen der Fall, weshalb eine Mitgliedschaft in der privaten Krankenversicherung so früh wie möglich angestrebt werden sollte. I.d. Regel profitieren Singles, Doppelverdiener und Familien mit ein oder zwei Kindern von günstigen Beiträgen. Bei Familien mit mehr als zwei Kindern könnte ein Verbleib in der gesetzlichen Krankenkasse hingegen besser sein, da durch die Familienversicherung der Beitrag reduziert wird.

Den richtigen Tarif wählen

Wählen Sie einen Tarif, der Ihren Vorstellungen hinsichtlich Kosten und Leistungen entspricht. Nutzen Sie hierfür z.B. unseren Rechner, und lassen Sie sich ein oder mehrere unverbindliche Angebote zusenden.

Antrag stellen und Vertrag abschließen

Haben Sie sich für einen Tarif entschieden, kümmern Sie sich im nächsten Schritt um Ihre Aufnahme. Bevor ein Vertrag zu Stande kommt, muss zunächst sichergestellt sein, dass Sie Ihre neue PKV auch im gewählten Tarif und vor allem zum berechneten Beitrag versichert. Erhöhte Gesundheitsrisiken sind häufig mit Zuschlägen beim Beitrag oder Leistungssausschlüssen verbunden. Nehmen Sie sich in Ruhe Zeit für Ihre Entscheidung. Auf den Angeboten finden Sie Kontaktadressen, wo Sie auch eine persönliche Beratung erhalten können.


Kündigung der gesetzlichen Krankenkasse

Erst wenn Sie eine Aufnahmeerklärung bzw. Police Ihres neuen Versicherers vorliegen haben, ist eine Kündigung Ihrer Krankenkasse sinnvoll. So ersparen Sie sich unnötige Formalitäten, z.B. wenn die PKV Ihren Antrag ablehnt, und Sie somit erneut eine Mitgliedschaft in der Gesetzlichen beantragen müssten. Die gesetzlichen Kassen haben Kündigungsfrist von 2 Monaten zum Monatsende. Wer z.B. einen Beitritt in die Private zum 01.10. eines Jahres plant, muss seiner GKV spätestens zum 31.07. kündigen. Gesetzlich Versicherte müssen zudem eine Bindungsfrist von 18 Monaten beachten, innerhalb der kein Wechsel in die PKV oder eine andere Krankenkasse möglich ist.

Alternativen zum Wechsel

Können Sie nicht in die private Krankenversicherung wechseln, weil Sie z.B. die Voraussetzungen als Antragsteller nicht erfüllen, stehen Alternativen zur Verfügung. Um den Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenkasse aufzuwerten, lohnt sich z.B. der Abschluss einer privaten Krankenzusatzversicherung. Wenn es lediglich darum geht beim monatlichen Beitrag zu sparen, kann auch ein Wechsel der gesetzlichen Krankenkasse sinnvoll sein. Stellen Sie hierfür z.B. mit unserem Krankenkassenvergleich mehrere Tarife gegenüber.

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