Brutto Netto Lohnrechner

Ob Jobwechsel oder Gehaltsverhandlung mit dem Chef – wie wirkt sich ein anderes Gehalt auf dem Lohnzettel aus? Hier auf brutto-netto-rechner24.de können Sie ihr verbleibendes Einkommen in wenigen Schritten kostenlos und anonym ermitteln. Geben Sie hierfür bitte Ihren Verdienst ohne Abzüge sowie die weiteren Daten ein.

So funktioniert´s

Berechnen Sie Ihren verbleibenden Nettolohn nach Abzug der üblichen Steuern und Abgaben. Geben Sie hierfür zunächst ihren Bruttolohn an. Weiterhin wichtig sind Angaben zu Bundesland, Steuerklasse, Krankenversicherung, Rentenversicherung sowie das Abrechnungsjahr. Sollen die Daten für das Jahr 2017 ermittelt werden, ist hier keine Änderung erforderlich. Nehmen Sie dazu falls erforderlich Ihre aktuelle Lohnsteuerbescheinigung zur Hand, und entnehmen Sie dort Ihr zu versteuerndes Einkommen. Geben Sie zudem die anderen gefragten Daten in den Rechner ein.

  • Bruttoeinkommen: dieses entnehmen Sie diesen bitte Ihrer aktuellen Lohnsteuerbescheinigung.
  • Kinder: die Angabe ist wichtig für die Anzahl der Freibeträge. Getrennt lebende Elternteile können den Kinderfreibetrag aufteilen. Haben z.B. Elternteile ein gemeinsames Kind sowie ein weiteres welches von einem der Partner stammt, wird ein Freibetrag von 1,5 angegeben.
  • Steuerklasse: diese können ebenfalls der Bescheinigung Ihres Arbeitgebers entnehmen.
  • Steuerfreibetrag: Freibeträge mindern die Besteuerungsgrundlage.

Was kann der Brutto Netto Rechner?

Mit dem Brutto Netto Rechner bieten wir Ihnen ein einfach zu bedienendes und kostenloses Tool. In maximal einer Minute können Sie als Arbeitnehmer Ihren verbleibenden Lohn online ermitteln. Aber: auch wenn das Ergebnis für die meisten Nutzer schon relativ genau ist, handelt es sich dennoch nur um Näherungswerte. Dies hängt mit der Komplexität unseres Steuer- und Abgabensystems zusammen. Es ist nicht möglich, alle Eventualitäten rechnerisch zu erfassen. Die Berechnung funktioniert dann recht genau, wenn es nur ein Einkommen gibt, und das Brutto einfach aus der Lohnsteuerbescheinigung übernommen werden kann. Schwieriger wird es dann, wenn verschiedene Einkünfte vorliegen, und deshalb unterschiedliche Steuersätze gelten. Das gilt z.B. wenn ein Arbeitnehmer Einkünfte aus einem Arbeitsverhältnis jedoch gleichzeitig auch staatliche Leistungen bezieht. Auch bestimmte Einmalzahlungen / Sonderzahlungen vom Arbeitgeber können nicht 100%ig korrekt erfasst werden. Zur Ermittlung eines Richtwertes ist der Nettorechner jedoch allemal geeignet.

Vom Brutto zum Netto

Grafik zu Brutto Netto Rechner

Wer als Angestellter erwerbstätig ist, bekommt von seinem ursprünglichen Gehalt jeden Monat einen Teil abgezogen. Die Abzüge werden in Steuern und Sozialabgaben unterteilt. Was nach Abzug aller Posten auf dem Kontoauszug zu sehen ist, ist das verfügbare Netto. Je höher der Verdienst eines Arbeitnehmers ist, desto höher sind logischerweise die gesetzlichen Abzüge. In der nachfolgenden Beispielrechnung sehen Sie, welche Arten von Steuern und Sozialabgaben es gibt, und wie sich die Beträge im Einzelnen zusammensetzen. Mit unserem Nettolohnrechner können Sie Ihre verbleibenden monatlichen Einkünfte bequem online ermitteln. In unserem Beispiel ist der Arbeitnehmer verheiratet, hat 2 Kinder, nutzt Steuerklasse 3, ist kirchensteuerpflichtig und wohnt im Bundesland Bayern. Er zahlt den normalen Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse.

Beispielrechnung für ein Bruttogehalt von 4000€ pro Monat im Jahr 2017
Gehaltsberechnung
Monat
Jahr
Bruttogehalt
4.000,00 €
48.000,00 €
Steuern
Lohnsteuer
442,00 €
5.304,00 €
Solidaritätszuschlag
0,00 €
0,00 €
Kirchensteuer
11,65 €
139,84 €
Summe der Steuern
453,65 €
5.443,84 €
Sozialabgaben
Krankenversicherung
328,00 €
3.936,00 €
Pflegeversicherung
41,00 €
492,00 €
Arbeitslosenversicherung
60,00 €
720,00 €
Rentenversicherung
378,00 €
4.536,00 €
Tipp der Redaktion
Summe der Sozialabgaben
807,00 €
9.684,00 €
 
Nettogehalt
2.739,34 €
32.872,16 €

Steuern

Grafik zu Steuern

Jeder Erwerbstätige zahlt Steuern. Hierbei handelt es sich eine von Staat erhobene öffentliche Abgabe zur Finanzierung der Ausgaben des Gemeinwesens, wie z.B. Infrastruktur oder Bildung. Die für die Berechnung des verfügbaren Netto relevante Steuerart ist die Einkommensteuer, hier insbesondere die Lohnsteuer. Die Höhe der Zahlungsverpflichtung des Einzelnen richtet sich nach dem persönlichen Steuersatz. Dieser ist wiederum abhängig vom jeweiligen Einkommen.

Einkommensteuer

Einer der größten Abzugsposten ist die so genannte Einkommensteuer. Sie wird auf alle Einkunftsarten erhoben. Bemessungsgrundlage ist das zu versteuernde Einkommen. Die Höhe der Besteuerung richtet sich nach den jeweiligen Bezügen sowie der Steuerklasse des Arbeitnehmers. Die Steuerbelastung für eine bestimmte Einkommenshöhe kann der öffentlich zugänglichen Einkommensteuertabelle der Finanzämter entnommen werden. Der Eingangssteuersatz beträgt in Deutschland derzeit 14 Prozent, der Spitzensteuersatz liegt bei 42,0% des Bruttolohn.

Lohnsteuer

Die Lohnsteuer ist ein Teil der Einkommensteuer, und wird auf Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit (Lohn von Arbeitnehmern) berechnet. Sie wird direkt vom Bruttogehalt an das Finanzamt abgeführt (so genannte Quellensteuer).

Einkunftsarten der Einkommensteuer

  • Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit
  • aus selbständiger Arbeit
  • aus Land- und Forstwirtschaft
  • aus Gewerbebetrieb
  • aus Kapitalvermögen
  • aus Vermietung und Verpachtung
  • sonstige Einkünfte nach § 22EStG
mehr zu den Einkunftsarten

Steuerfreibeträge

Grafik zu Freibeträge bei der Steuer

Für besondere abzugsfähige Aufwendungen können Steuerpflichtige beim Finanzamt einen so genannten Freibetrag in die Lohnsteuerkarte eintragen lassen. Durch einen Freibetrag reduziert sich die Bemessungsgrundlage für die Lohnsteuer. Die Steuerentlastung wird sofort wirksam, da der Arbeitgeber im Moment der Lohnzahlung weniger Steuern an das Finanzamt abführt. Das verfügbare Einkommen des Lohnempfängers steigt an, siehe Netto Brutto Rechner unter Steuerfreibetrag. Jedoch ändern Freibeträge nichts an der tatsächlichen Höhe der steuerlichen Verpflichtung, sondern verschieben diese lediglich nach hinten. Wer Selbige nicht nutzt, kann zu viel abgeführte Steuern über die Einkommensteuererklärung zurückholen. Entsprechende Einträge müssen beim Finanzamt spätestens bis zum 30.11. eines Jahres getätigt werden.

mehr zum Thema Steuerfreibeträge.

Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag

Neben der Lohnsteuer müssen Arbeitnehmer nach wie vor den Solidaritätszuschlag sowie bei Zugehörigkeit zu Kirche auch Kirchensteuer abführen. Bemessungsgrundlage für diese beiden Größen ist die Lohnsteuer. Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5 Prozent – die Kirchensteuer je nach Bundesland 8 oder 9 Prozent.

Zu versteuerndes Einkommen

Das zu versteuernde Einkommen ist die Bemessungsgrundlage zur Berechnung der Steuerpflicht. Es basiert auf dem Bruttoeinkommen. Es ist jedoch nicht ganz mit diesem identisch, sondern kann etwas höher oder etwas niedriger sein. Durch Steuerfreibeträge kann sich die steuerliche Belastung verringern. Letztere erhöht sich wiederum, wenn der Lohnbezieher einen so genannten geldwerten Vorteil genießt. Ein Beispiel hierfür ist das Firmenfahrzeug als Sachleistung. Dieser geldwerte Vorteil muss versteuert werden. Weitere Beispiele hierfür sind Gratifikationen aller Art, wie z.B. Weihnachts- oder Urlaubsgeld.

Steuerklassen

Die verschiedenen Steuerklassen

Nicht nur die Höhe des Einkommens, sondern auch die Steuerklasse hat einen Einfluss auf die Höhe des verbleibenden Nettolohn. In Deutschland werden insgesamt sechs Steuerklassen unterschieden. Die jeweilige Steuerklasse ist auf der Lohnsteuerbescheinigung vermerkt. Während die Steuerklasse I ledigen, verwitweten oder geschiedenen Arbeitnehmern ohne Kinder vorbehalten ist, können Verheiratete zwischen SK III, IV oder V wählen. Sind die Verdienste beider Ehepartner recht unterschiedlich, sollte ein Partner die Klasse III wählen, während der andere sich für die Klasse V entscheidet. Bei einem ungefähr gleichen Verdienst wiederum wählen beide Ehepartner die Steuerklasse IV. Ledige, verwitwete oder geschiedene Arbeitnehmer mit Kind wiederum werden in die Klasse II eingestuft. Wer einem zusätzlichen Nebenverdienst nachgeht, muss diesen in der SK VI versteuern.

Die 6 Steuerklassen in Deutschland im Überblick

  • 1 – ledige oder allein lebende Person ohne Kinder
  • 2 – ledige oder allein lebende Person mit Kindern
  • 3 – verheirateter Alleinverdiener
  • 4 – verheiratete Doppelverdiener
  • 5 – verheiratete Person mit geringen Bezügen
  • 6 – bei zwei oder mehr sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen
mehr zum Thema Steuerklassen

Sozialversicherungsbeiträge

Grafik zu Sozialversicherungsbeiträge 2017

Beschäftigte müssen von ihrem Lohn neben Steuern auch Beiträge zur Sozialversicherung abführen. Diese werden i.d. Regel zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt. Der Beitrag zur Renten- und Krankenkasse nimmt hierbei den größten Posten ein. Genau wie die Steuern werden auch die Sozialabgaben Monat für Monat direkt vom Brutto des Arbeitnehmers einbehalten. Aktuell gibt es in Deutschland folgende Sozialversicherungsbeiträge (über den Link gibt es ausführlichere Infos).

  • gesetzliche Krankenversicherung
  • gesetzliche Rentenversicherung
  • gesetzliche Pflegeversicherung
  • gesetzliche Arbeitslosenversicherung
  • gesetzliche Unfallversicherung
  • Umlage U1
  • Umlage U2
  • Insolvenzgeldumlage (U3)

2 Comments

  1. Lisa 9. November 2017 at 23:41 - Reply

    Hallo,

    ich habe eine Frage…. danke schon mal im Voraus.

    Habe demnächst ein Bewerbungsgespräch…und natürlich wir es dort auch um das Gehalt gehen. Ich habe mich schon informiert, und weiss was ich dort eventuell verdienen kann bzw. möchte.

    Nun meine Frage: Wie komme ich jetzt auf das Brutto mit Eurem Rechner, wenn ich nur das Netto weiß was ich verdienen möchte?…da ich ja beim Gespräch das komplette Gehalt angeben muss??

    Gruß Lisa

    • admin 11. November 2017 at 12:27 - Reply

      Hallo Lisa,

      die Berechnung ist aktuell leider nur in eine Richtung möglich. Sie kommen also nur vom Bruttolohn zum Nettolohn. Sie können es allerdings hinbekommen, indem Sie die mehrere Bruttogehälter in den Rechner eingeben, und sich so langsam herantasten. Ist z.B. das ermittelte Netto zu niedrig, erhöhen Sie das Brutto z.B. in 100 Euro Schritten so lange bis sie das Netto – von dem Sie anfangs ausgegangen sind – erreicht haben.

      Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
      Viele Grüße

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