Brutto-Netto-Rechner – was bleibt vom Gehalt übrig?

Ob Jobwechsel oder Gehaltsverhandlung mit dem Chef – wie wirkt sich ein anderes Gehalt auf dem Lohnzettel aus? Mit dem Brutto-Netto-Rechner können Sie ihr Nettogehalt in wenigen Schritten kostenlos und anonym ermitteln. Geben Sie hierfür Ihr Bruttogehalt sowie die weiteren Daten in den Rechner ein. Klicken Sie anschließend auf berechnen. Fragen zur Nutzung?

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Wie funktioniert der Gehaltsrechner?

Unser Gehaltsrechner zeigt Ihnen Ihr verbleibendes Nettogehalt nach Abzug der üblichen Steuern und Abgaben. Geben Sie hierzu zunächst ihr Bruttogehalt in den Rechner ein. Weiterhin wichtig sind Angaben zu Bundesland, Steuerklasse, Krankenversicherung, Rentenversicherung sowie das Jahr für welches das Nettoeinkommen berechnet werden soll. Soll der Nettolohn für das Jahr 2014 berechnet werden, ist hier keine Änderung erforderlich. Um den Gehaltsrechner möglichst effektiv nutzen zu können, sollten sie Ihre Lohnsteuerbescheinigung bereithalten.

Erläuterung zur Nutzung des Rechners
  • Bruttogehalt: dieses entnehmen Sie diesen bitte Ihrer aktuellen Lohnsteuerbescheinigung.
  • Kinder: die Angabe ist wichtig für die Anzahl der Kinderfreibeträge. Getrennt lebende Elternteile können den Kinderfreibetrag aufteilen. Haben z.B. Elternteile ein gemeinsames Kind sowie ein weiteres welches von einem der Partner stammt, wird ein Freibetrag von 1,5 angegeben.
  • Steuerklasse: diese können Sie Ihrer Lohnsteuerbescheinigung entnehmen.
  • Steuerfreibetrag: Freibeträge mindern die Besteuerungsgrundlage. Mehr zum Thema Steuerfreibetrag

Vom Bruttolohn zum Nettolohn – welche Abzüge gibt es?

Mit dem Brutto-Netto-Rechner die Belastung durch Steuern und Sozialabgaben ermitteln

Wer erwerbstätig ist, bekommt von seinem Bruttolohn einen Teil abgezogen. Bei den Abzügen handelt es sich um Steuern und Sozialabgaben. Was nach Abzug aller Abgaben auf dem Kontoauszug zu sehen ist, ist der Nettolohn. In der nachfolgenden Beispielrechnung sehen Sie, welche Arten von Steuern und Sozialabgaben es gibt, und wie sich die Posten im Einzelnen zusammensetzen. Mit unserem Brutto-Netto-Rechner können Sie Ihr monatliches oder jährliches Nettoeinkommen bequem online ermitteln.

Beispielrechnung für ein Bruttogehalt von 4000€ pro Monat im Jahr 2014
  • Bundesland: Bayern
  • Kinder: 2
  • verheiratet, Steuerklasse 3
  • Kirchensteuer: ja
  • Krankenversicherung: gesetzlich
Gehaltsberechnung Monat Jahr
Bruttogehalt 4.000,00 € 48.000,00 €
Steuern    
Lohnsteuer 442,00 € 5.304,00 €
Solidaritätszuschlag 0,00 € 0,00 €
Kirchensteuer 11,65 € 139,84 €
Summe der Steuern 453,65 € 5.443,84 €
Sozialabgaben    
Krankenversicherung 328,00 € 3.936,00 €
Rentenversicherung 378,00 € 4.536,00 €
Arbeitslosenversicherung 60,00 € 720,00 €
Summe der Sozialabgaben 807,00 € 9.684,00 €
     
Nettogehalt 2.739,34 € 32.872,16 €

Einkommensteuer

Einkommensteuer und Einkunftsarten

Einer der größten Abzugsposten ist die so genannte Einkommensteuer. Sie wird auf alle Einkunftsarten erhoben. Bemessungsgrundlage ist das zu versteuernde Einkommen. Die Höhe der Besteuerung richtet sich nach den jeweiligen Bezügen sowie der Steuerklasse des Arbeitnehmers. Die Steuerbelastung für eine bestimmte Einkommenshöhe kann der öffentlich zugänglichen Einkommensteuertabelle der Finanzämter entnommen werden. Der Eingangssteuersatz beträgt in Deutschland derzeit 14 Prozent, der Spitzensteuersatz liegt bei 47,5% des Bruttoeinkommens.

Folgende Einkunftsarten unterliegen der Einkommensteuer
  • Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit
  • Einkünfte aus selbständiger Arbeit
  • Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft
  • Einkünfte aus Gewerbebetrieb
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen
  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
  • Sonstige Einkünfte nach § 22EStG
Lohnsteuer

Die Lohnsteuer ist ein Teil der Einkommensteuer, und wird auf Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit (Lohn von Arbeitnehmern) berechnet. Sie wird direkt vom Bruttolohn an das Finanzamt abgeführt (so genannte Quellensteuer).

Steuerfreibeträge

Freibeträge bei der Steuer

Für besondere abzugsfähige Aufwendungen können Steuerpflichtige beim Finanzamt einen so genannten Freibetrag in die Lohnsteuerkarte eintragen lassen. Durch einen Freibetrag reduziert sich die Bemessungsgrundlage für die Lohnsteuer. Die Steuerentlastung wird sofort wirksam, da der Arbeitgeber im Moment der Lohnzahlung weniger Steuern an das Finanzamt abführt. Der Lohnempfänger bekommt somit zunächst mehr Netto heraus (siehe Gehaltsrechner unter Steuerfreibetrag). Jedoch ändern Freibeträge nichts an der tatsächlichen Höhe der steuerlichen Verpflichtung, sondern verschieben diese lediglich nach hinten. Wer Selbige nicht nutzt, kann zu viel abgeführte Steuern über die Einkommensteuererklärung zurückholen. Entsprechende Einträge müssen beim Finanzamt spätestens bis zum 30.11. eines Jahres getätigt werden.

Welche Freibeträge gibt es?
  • Grundfreibetrag
  • Kinderfreibetrag
  • Ausbildungsfreibetrag
  • Behindertenpauschbetrag
  • Alleinerziehendenentlastungsbetrag
  • Altersentlastungsbetrag

Personen, deren Lohn unter dem sogenannten Grundfreibetrag liegt, sind von der Zahlung der Lohnsteuer befreit. Im Jahr 2014 beträgt dieser 8.354 Euro für Alleinstehende und 16.708 Euro für zusammen veranlagte Ehepaare. Zudem gibt es noch den Kinderfreibetrag in Höhe von 2.184 Euro pro Elternteil, welcher den Grundfreibetrag entsprechend erhöht. Zusätzliche Freibeträge gibt es für den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf. Sie liegen derzeit bei 1.320 Euro pro Elternteil.

Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag

Neben der Lohnsteuer müssen Arbeitnehmer nach wie vor den Solidaritätszuschlag sowie bei Zugehörigkeit zu Kirche auch Kirchensteuer abführen. Bemessungsgrundlage für diese beiden Größen ist die Lohnsteuer. Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5 Prozent – die Kirchensteuer je nach Bundesland 8 bzw. 9 Prozent.

Bruttoeinkommen und zu versteuerndes Einkommen

Das zu versteuernde Einkommen ist die Bemessungsgrundlage zur Berechnung der Steuerpflicht. Es basiert auf dem Bruttoeinkommen. Es ist jedoch nicht ganz mit diesem identisch, sondern kann etwas höher oder niedriger sein. Durch Steuerfreibeträge kann sich die steuerliche Belastung verringern. Letztere erhöht sich wiederum, wenn der Lohnbezieher einen so genannten geldwerten Vorteil genießt. Ein Beispiel hierfür ist das Firmenfahrzeug als Sachleistung. Dieser geldwerte Vorteil muss versteuert werden. Weitere Beispiele hierfür sind Gratifikationen aller Art, wie z.B. Weihnachts- oder Urlaubsgeld.

Die Steuerklassen

Die verschiedenen Steuerklassen

Nicht nur die Höhe des Einkommens, sondern auch die Steuerklasse hat einen Einfluss auf die Höhe des Nettoentgeltes. In Deutschland werden insgesamt sechs Steuerklassen unterschieden. Die jeweilige Steuerklasse ist auf der Lohnsteuerbescheinigung vermerkt. Während die Steuerklasse I ledigen, verwitweten oder geschiedenen Arbeitnehmern ohne Kinder vorbehalten ist, können Verheiratete zwischen SK III, IV oder V wählen. Sind die Verdienste beider Ehepartner recht unterschiedlich, sollte ein Partner die Klasse III wählen, während der andere sich für die Klasse V entscheidet. Bei einem ungefähr gleichen Verdienst wiederum wählen beide Ehepartner die Steuerklasse IV. Ledige, verwitwete oder geschiedene Arbeitnehmer mit Kind wiederum werden in die Klasse II eingestuft. Wer einem zusätzlichen Nebenverdienst nachgeht, muss diesen in der SK VI versteuern.

Die 6 Steuerklassen in Deutschland im Überblick
  • 1 – ledige oder allein lebende Person ohne Kinder
  • 2 – ledige oder allein lebende Person mit Kindern
  • 3 – verheirateter Alleinverdiener
  • 4 – verheiratete Doppelverdiener
  • 5 – verheiratete Person mit geringen Bezügen
  • 6 – bei zwei oder mehr sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen

Sozialversicherungsbeiträge

Welche Sozialversicherungsbeiträge gibt es

Beschäftigte müssen von ihrem Lohn neben Steuern auch Beiträge zur Sozialversicherung abführen. Auch deren Höhe können Sie mit unserem Gehaltsrechner berechnen. Der Sozialversicherungsbeitrag wird zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt. Der Beitrag zur Renten- und Krankenversicherung nehmen hierbei den größten Posten ein.

  • Beiträge zur Krankenversicherung – gesetzlich oder privat
  • Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung
  • Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung
  • Beitrag zur Arbeitslosenversicherung
Höhe der Sozialversicherungsbeiträge in 2014

Im Jahr 2014 beträgt der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung 15,5 Prozent (ermäßigter Beitragssatz 14.9 Prozent). Hiervon zahlen der Arbeitnehmer 8,2 Prozent, auf den Arbeitgeber entfallen 7,3 Prozent. Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung bleibt in 2014 unverändert bei 18,9 Prozent; Unternehmer und Beschäftigte zahlen diesen je zur Hälfte. Einen eher geringen Teil der Abzüge wiederum stellen die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung dar. Diese betragen insgesamt 3 Prozent, hiervon zahlen Arbeitgeber und Beschäftigte jeweils die Hälfte. Auch der Beitragssatz zur Pflegeversicherung – dieser liegt momentan bei 2,05 Prozent – wird gleichmäßig aufgeteilt. Einzige Ausnahme stellt das Bundesland Sachsen dar, wo der Lohnempfänger einen etwas höheren Anteil zahlen muss. Weiterhin müssen alle kinderlosen Versicherten ab einem Alter von 23 Jahren einen zusätzlichen Beitrag in Höhe von 0,25 Prozent des Bruttoarbeitsentgeltes in Kauf nehmen.

Wie kann ich mein Netto möglichst unkompliziert ermitteln?

Das Nettoeikommen ermitteln

Zieht man vom Brutto alle Abzüge – sprich Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Kirchensteuer und sämtliche Sozialabgaben ab, erhält man schließlich das Netto. Dies ist der Betrag, welcher ein Arbeitnehmer letztendlich auf sein Konto überwiesen bekommt. Je höher das Bruttogehalt eines Arbeitnehmers ist, desto höher sind logischerweise die gesetzlichen Abzüge wie Steuern und Sozialabgaben. Anstelle einer umständlichen Berechnung per Hand können Sie hierfür auch unseren Brutto-Netto-Rechner nutzen. Dies ist ein kostenloser Service, mit dem Sie anhand weniger Daten Ihren verbleibenden Lohn in wenigen Schritten online ermitteln können. Nehmen Sie dazu falls erforderlich Ihre aktuelle Lohnsteuerbescheinigung zur Hand, und entnehmen Sie dort Ihr Bruttoeinkommen. Füllen Sie zudem die anderen gefragten Daten im Rechner aus. Klicken Sie anschließend auf Gehalt berechnen.

Weitere Rechner auf unserem Webportal

Neben dem Gehaltsrechner finden Sie weitere Online-Rechner auf unserem Portal, wie z.B. die ebenso kostenlosen Steuerrechner sowie die Beitragsrechner. Berechnen Sie online Ihre Lohnabzüge, Ihre Rückzahlung durch die Pendlerpauschale, Ihre Belastung durch die Einkommensteuer oder Ihren Krankenkassenbeitrag.

Eine Auswahl unserer Rechner

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