Brutto-Netto-Rechner

Mit dem Brutto-Netto-Rechner können Sie ihr Nettoeinkommen in wenigen Schritten kostenlos und anonym ermitteln. Geben Sie hierfür Ihr Bruttoeinkommen sowie die weiteren Daten in den Rechner ein, und klicken Sie anschließend auf berechnen. Nehmen Sie hierfür falls erforderlich Ihre letzte Lohnabrechnung zur Hand.

Inhalte auf brutto-netto-rechner24.de

Vom Bruttolohn zum Nettolohn – welche Abzüge gibt es?

Mit dem Brutto-Netto-Rechner Steuern, Sozialabgaben und das Nettoeinkommen ermitteln

Brutto ist nicht gleich Netto – oder anders gesagt: der Bruttolohn entspricht nicht dem Nettolohn. Wer arbeitet, bekommt von seinem “Bruttoeinkommen” einen Teil abgezogen. Dabei handelt es sich um Steuern und Sozialabgaben. Was nach Abzug aller Abgaben auf dem Kontoauszug zu sehen ist, ist der Nettolohn. Im folgenden Beitrag erläutern wir, welche Arten von Steuern und Sozialabgaben es gibt, und wie sich diese im Einzelnen zusammensetzen. Mit unserem Brutto-Netto-Rechner können Sie aus Ihrem monatlichen Brutto ihr monatliches oder jährliches Netto ermitteln.

Einkommensteuer

Einkommensteuer und Einkunftsarten

Einer der größten Abzugsposten bei der Ermittlung des Nettolohn ist die so genannte Einkommensteuer. Sie wird auf alle Einkunftsarten erhoben. Bemessungsgrundlage ist das zu versteuernde Einkommen. Die Höhe der Besteuerung richtet sich nach dem jeweiligen Einkommen sowie der Steuerklasse des Arbeitnehmers. Die Steuerbelastung für ein bestimmtes Einkommen kann der öffentlich zugänglichen Einkommensteuertabelle des Finanzämter entnommen werden. Der Eingangssteuersatz bei der Einkommensteuer beträgt in Deutschland 14 Prozent, der Spitzensteuersatz liegt derzeit bei 47,5% des Bruttoeinkommens.

Folgende Einkunftsarten unterliegen der Einkommensteuer
  • Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit
  • Einkünfte aus selbständiger Arbeit
  • Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft
  • Einkünfte aus Gewerbebetrieb
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen
  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
  • Sonstige Einkünfte nach § 22EStG

Lohnsteuer

Die Lohnsteuer ist ein Teil der Einkommensteuer, und wird auf Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit (Einkommen von Arbeitnehmern) berechnet. Die Lohnsteuer wird direkt vom Bruttolohn an das Finanzamt abgeführt (so genannte Quellensteuer).

Freibeträge

Freibeträge bei der Steuer

Personen, deren jährliches Einkommen unter dem sogenannten Grundfreibetrag liegt, sind von der Zahlung der Lohnsteuer befreit. Im Jahr 2014 beträgt der Grundfreibetrag 8.354 Euro für Alleinstehende und 16.708 Euro für zusammen veranlagte Ehepaare. Zudem gibt es noch den Kinderfreibetrag in Höhe von 2.184 Euro pro Elternteil, welcher den Grundfreibetrag entsprechend erhöht. Zusätzliche Freibeträge gibt es für den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf. Sie betragen derzeit 1.320 Euro pro Elternteil. Auch elternlose Arbeitnehmer können einen Freibetrag für sich in Anspruch nehmen. So können beispielsweise die Fahrtkosten zur Arbeit geltend gemacht werden. Alternativ können diese bei der jährlichen Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Entsprechende Freibeträge müssen beim Finanzamt spätestens bis zum 30.11. eines Jahres beantragt werden, und werden anschließend auf der Lohnsteuerkarte eingetragen. Durch einen Freibetrag reduziert sich das zu versteuernde Einkommen, und damit die Bemessungsgrundlage für die Lohnsteuer.

Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag

Neben der Lohnsteuer müssen Arbeitnehmer nach wie vor den Solidaritätszuschlag sowie bei Zugehörigkeit zu Kirche auch Kirchensteuer abführen. Bemessungsgrundlage für diese beiden Größen ist die Lohnsteuer: Der Solidaritätszuschlag beträgt 5,5 Prozent der Lohnsteuer, während die Kirchensteuer je nach Bundesland acht beziehungsweise neun Prozent der Lohnsteuer beträgt.

Bruttoeinkommen und zu versteuerndes Einkommen

Das zu versteuernde Einkommen ist die Bemessungsgrundlage zur Berechnung der Steuerpflicht. Es basiert auf dem Bruttoeinkommen. Es ist jedoch nicht ganz mit dem Bruttoeinkommen identisch, sondern kann etwas höher oder niedriger sein. Durch Freibeträge kann sich das zu versteuernde Einkommen verringern. Es erhöht sich wiederum, wenn der Arbeitnehmer einen so genannten geldwerten Vorteil genießt. Ein Beispiel hierfür ist das Firmenfahrzeug als Sachleistung. Dieser geldwerte Vorteil muss in Deutschland vom Arbeitnehmer versteuert werden. Weitere Beispiele hierfür sind Gratifikationen aller Art wie etwa Weihnachts- oder Urlaubsgeld.

Die Steuerklassen

Die verschiedenen Steuerklassen

Nicht nur die Höhe des Einkommens, sondern auch die Steuerklasse hat einen Einfluss auf die Höhe des Nettoentgeltes. In Deutschland werden insgesamt sechs Steuerklassen unterschieden. Die jeweilige Steuerklasse ist auf der Lohnsteuerbescheinigung vermerkt. Während die Steuerklasse I ledigen, verwitweten oder geschiedenen Arbeitnehmern ohne Kinder vorbehalten ist, können Verheiratete zwischen Steuerklasse III, IV oder V wählen. Sind die Verdienste beider Ehepartner recht unterschiedlich, sollte ein Partner die Steuerklasse III wählen, während der andere sich für die Klasse V entscheidet. Bei einem ungefähr gleichen Verdienst wiederum wählen beide Ehepartner die Steuerklasse IV. Ledige, verwitwete oder geschiedene Arbeitnehmer mit Kind wiederum werden in die Klasse II eingestuft. Wer einem zusätzlichen Nebenverdienst nachgeht, muss diesen in der Klasse VI versteuern.

Sozialversicherungsbeiträge

Welche Sozialversicherungsbeiträge gibt es

Neben Steuern müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer Beiträge zur Sozialversicherung abführen. Diese werden zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt. Die Beiträge zur Renten- und Krankenversicherung nehmen hierbei den größten Posten ein.

  • Beiträge zur Krankenversicherung – gesetzlich oder privat
  • Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung
  • Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung
  • Beitrag zur Arbeitslosenversicherung
Höhe der Sozialversicherungsbeiträge in 2014

Im Jahr 2014 beträgt der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung 15,5 Prozent (ermäßigter Beitragssatz 14.9 Prozent). Hiervon zahlen der Arbeitnehmer 8,2 Prozent, auf den Arbeitgeber entfallen 7,3 Prozent. Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung bleibt in 2014 unverändert bei 18,9 Prozent; Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen diesen je zur Hälfte. Einen eher geringen Teil der Abzüge wiederum stellen die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung dar. Diese betragen insgesamt 3 Prozent, hiervon zahlen Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils die Hälfte. Auch der Beitragssatz zur Pflegeversicherung – dieser liegt momentan bei 2,05 Prozent – wird zur Hälfte vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Einzige Ausnahme stellt das Bundesland Sachsen dar, wo der Arbeitnehmer einen etwas höheren Anteil zahlen muss. Weiterhin müssen alle kinderlosen Versicherten ab einem Alter von 23 Jahren einen zusätzlichen Beitrag in Höhe von 0,25 Prozent des Bruttoarbeitsentgeltes in Kauf nehmen.

Wie kann ich mein Netto möglichst unkompliziert ermitteln?

Mit dem Brutto-Netto-Rechner das Nettoeikommen ermitteln

Zieht man vom Brutto alle Abzüge – sprich Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Kirchensteuer und sämtliche Sozialabgaben ab, erhält man schließlich das Netto. Das Nettoeinkommen ist der Betrag, welcher ein Arbeitnehmer letztendlich auf sein Konto überwiesen bekommt. Je höher der Bruttoverdienst eines Arbeitnehmers ist, desto höher sind logischerweise die gesetzlichen Abzüge wie Steuern und Sozialabgaben. Anstelle einer umständlichen Berechnung per Hand können Sie hierfür auch unseren Brutto-Netto-Rechner nutzen. Dies ist ein kostenloser Service, mit dem Sie anhand weniger Daten Ihr Netto-Einkommen in wenigen Schritten online ermitteln können. Nehmen Sie dazu falls erforderlich Ihre aktuelle Lohnsteuerbescheinigung zur Hand, und entnehmen Sie dort Ihr Bruttoeinkommen. Füllen Sie zudem die anderen gefragten Daten im Rechner aus. Klicken Sie anschließend auf “berechnen”.

Weitere Rechner auf unserem Webportal

Neben dem Brutto-Netto-Rechner finden Sie weitere Online-Rechner auf unserem Portal, wie z.B. die ebenso kostenlosen Gehaltsrechner, die Steuerrechner sowie die Beitragsrechner. Berechnen Sie online Ihre Lohnabzüge, Ihre Rückzahlung durch die Pendlerpauschale, Ihre Belastung durch die Einkommensteuer oder Ihren Krankenkassenbeitrag.

Eine Auswahl unserer Rechner

Comments are closed.